Alles rund um die grünen Kaffeebohnen

Wo sie herkommen, wie sie verarbeitet werden, wozu sie taugen (und wozu eher nicht)

 

Braun, glatt, herrlich duftend – so kennt die Kaffeebohne eigentlich jeder. Dass sie so nicht auf den Bäumen wächst, ist natürlich auch kein Geheimnis. Klar: Bevor es in die Tüte geht, verpassen ihr Kaffeeröstereien wie die Martermühle Farbe, Form, Geruch und vor allem Aroma, wie es der Kaffeetrinker gewohnt ist. Dass die Bohne aber schon vor ihrer Röstung mehrere Verarbeitungsschritte hinter sich hat, weiß hingegen längst nicht jeder. Was genau also passiert mit der Bohne, bevor sie braun wird? Genau darum soll es hier gehen.

 

Perfekte Ausgangsform

Grün, hart, rosinenklein und verpackt in 60-Kilo-Säcken – so kommen die Bohnen in den Lagerräumen der Kaffeerösterei Martermühle an. Und ganz ehrlich: In diesem Zustand gehört schon ein wenig Fantasie dazu, sie mit einer duftenden Tasse Kaffee in Verbindung zu bringen. Aber genau so bilden sie die perfekte Ausgangsform für die spätere Röstung. Ihre Ernte liegt jetzt mindestens drei Monate zurück. Wenn die Kaffeekirschen rot bis dunkelrot strahlen, pflücken sie die Bauern von den Sträuchern und bringen sie schnurstracks in die Anlagen zur Aufbereitung.

 

Bei der besonders schonenden nassen Aufbereitung durchlaufen die Kirschen zunächst eine Maschine, die das Fruchtfleisch entfernt, den Fruchtschleim (die Mucilage) aber intakt lässt. Anschließend schwimmen die Kirschen 12 bis 72 Stunden im Wasser bis sich der Fruchtschleim löst und die eigentlichen Bohnen zum Vorschein kommen. Nun werden diese bis zu zehn Tage zum Trocknen ausgelegt. Erst anschließend wird die schützende Pergamenthaut entfernt und die grünen Bohnen bleiben übrig, die nun an die Röstereien geliefert werden.

 

Grünes Wunder?

Nach kurzer Lagerung können sie jetzt geröstet werden. Tatsächlich interessieren sich seit einiger Zeit immer mehr Menschen auch für die grünen Kaffeebohnen, also ungeröstete Ware. Hauptschuldiger: Die Schlankmacher-Industrie. Extrakt aus grünen Kaffeebohnen soll beinahe magische Abnehmerfolge ermöglichen. Während manche Frauenmagazine das neue Wundermittel preisen, bleiben deutsche Forscher skeptisch. Fest steht: Auf wirklich aussagekräftige Studien zu dem Thema wartet die Fachwelt noch.

 

Wer seinem Körper schon heute etwas Gutes tun will, kann zum Beispiel Kaffee aus schonend gerösteten Bohnen trinken – und so erwiesenermaßen unter anderem sein Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ II Diabetis und sogar Alzheimer senken. Und wenn dann irgendwann auch die Wunder der grünen Bohnen belegt werden, erfahren Sie es hier als erstes. Versprochen.

Themen: Kaffeebohnen
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