Angela Wowra | 30.05.2018

Geheimtipp thailändischer Kaffee

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Gehören Sie zu den Menschen, die noch nie etwas von Premium-Kaffee aus Thailand gehört haben? Thailand ist bekannt für sein schönes Land und seine Gastfreundschaft. Wir verbinden mit diesem Land eher Urlaub als Premiumkaffee.

Aber warum ist das so? Weshalb kennen wir Spitzenkaffees aus Guatemala, Äthiopien oder Kolumbien, nicht aber aus Thailand? Das Angebot an thailändischen Kaffees ist gering. Wer sich auf die Suche macht, braucht einen langen Atem. Supermärkte u.ä. bieten ihn nicht an, bei Kaffee-Spezialisten sieht es besser aus. Was ist das Problem mit thailändischem Kaffee? Wir wollten mehr darüber wissen und forschten nach:

Anfänge des Premium-Kaffeeanbaus

In den 70er Jahren fingen die Kaffeebauern in den nördlichen Gebirgsregionen Thailands an, Kaffee anzubauen. Anlass dafür war eine Initiative des damailigen thailändischen Königs „Rama IX Bhumibol Adulyadej“. Bisher bewirtschafteten die Bergvölker eher Opiumfelder. Durch die Initiative begannen sie, auf kleinen Parzellen hochwertige Arabica-Kaffeepflanzen anzupflanzen.

Nach der Brandrodung von Opiumfeldern forsteten die zukünftigen Kaffeebauern den Regenwald neu auf und pflanzten Obstbäume als Schattenspender für die Kaffeepflanzen. Die Bergvölker vermarkten die Kaffeebohnen selbst in Kooperativen und erwirtschaften jetzt ohne Opium ihren Unterhalt. Die thailändischen Arabica-Bohnen erfreuen sich höchster Qualität, einige sind wahre Spitzenkaffees.

Arabica- versus Robustabohnen

Die Arabica-Kaffeeernte im Norden Thailands beträgt ca. 10 % der thailändischen Kaffeeproduktion. Weitaus mehr bauen die Kaffeebauern im Süden an, und zwar hauptsächlich die Sorte Robusta. Diese widerstandsfähige Sorte (dahier auch der Name) wächst im Tielfland und ist ertragreicher als die Arabica. Sie schmeckt rauh und kräftig und bietet einen höhren Koffeingehalt.

Man erkennt die Robusta-Kaffeebohnen aus Thailand an ihrem fast geraden Einschnitt in der Bohne. Die hellbraunen Bohnen sind etwas kleiner als Thai-Arabica-Bohnen. Diese Sorte wächst im Hochland von Thailand, ist viel empfindlicher als die Robusta und weniger ertragreich. Die Arabica-Kaffeebohnen zeigen einen s-förmigen Einschnitt, sehen lang und flach aus mit einer intensiven grünen Farbe.

Woher kommt unser thailändischer Kaffee?

Die Kaffeerösterei Martermühle bezieht aus Thailand einen besonders guten Kaffee. Er heißt Pang Khon und kommt aus dem Norden Thailands, aus der Provinz Chiang Rai. Sie können den Kaffee online in unserem Shop oder bei uns in der Rösterei kaufen. Unser Röstmeister Peter Vit war vor Ort und konnte sich von der guten Qualität überzeugen. Ein toller Kaffee aus einer tollen Umgebung!

Das Bergvolk Akha Hilltribes pflanzt auf 1.300 bis 1.500 m Höhe verschiedene Arabica-Variationen an, die sie jährlich von Mitte November bis März ernten. Es folgt die nasse Aufbereitung, die Sonnentrocknung und die Sortierung per Hand. Das ganze Dorf mit seinen ungefähr 350 Einwohnern beschäftigt sich mit Kaffeeanbau. Die Kaffeekirschen gedeihen in Ruhe zwischen Wald- und Nussbäumen bis zur optimalen Reife. Die Plantagen liegen an steilen Hängen und es bedarf schwerer Handarbeit, um den Kaffee zu kultivieren.

Exklusiver Kaffee aus Thailand: Pang Khon

Das kühle Klima der Gebirgsregion und der traditionelle, nachhaltige Anbau begünstigen den Wuchs von bester Arabica-Qualität. Dieser Einsatz lohnt sich! Die traditionellen Bergdörfer erhalten Unterstützung mit Fachwissen und eine faire Bezahlung. Neuanschaffungen und Optimierungen besprechen alle gemeinsam und setzen sie gemeinsam um. Ein Teil der Erlöse geht in soziale Projekte in den Bergregionen.

Die wenigsten Menschen wissen, dass es in Thailand einen fantastischen Kaffee gibt. Das ist seltsam. Denn Thailand gehört mittlerweile zu den Top 25 Kaffeeherstellern der Welt. Traditionell beachten und konsumieren Thailänder ihren Kaffee nur wenig. Sie trinken üblicherweise minderwertigen Kaffee, den sie mit Kondensmilch und Eiswürfeln aufpeppen. Nur langsam setzt sich ein Umdenken durch.

Kaffeerösten bei den Thailändern

In Thailand röstet jeder seinen Kaffee selber. Die Röstung erfolgt in Privathaushalten in einer Pfanne, einem Wok oder im Backofen. Wer in Thailand Urlaub macht, hofft auf guten Kaffee. Erwarten Sie selbst in guten Hotels oder Restaurants lieber keinen Spitzenkaffee. 95 % des Kaffees, der üblicherweise in Thailand angeboten wird, ist Instant-Kaffee. Die Thailänder lieben ihn wegen seiner einfachen Zubereitung.

Das ist die traditionelle Art des Kaffeetrinkens. Gott sei Dank nimmt auch hier die moderne Kaffeezene Einfluss und die Nachfrage nach guten Kaffees steigt. Wenn Sie in Thailand guten Bohnenkaffee trinken möchten, gehen Sie auf die Suche. Wenn Sie Glück haben, finden Sie vielleicht sogar einen Spitzenkaffee. Zumindest gibt es immer mehr gute Restaurants und Cafés, die guten Espresso, Kaffee oder Cappuccino anbieten.

Wohin geht der gute thailändische Kaffee?

Eigentlich eine seltsame Sache. Da befindet man sich so nah an guten Kaffeeanbaugebieten und findet keinen guten Kaffee. Woran liegt es, dass in Südostasien guter Kaffee so knapp und teuer ist, obwohl die Anbaugebiete vor der Tür liegen? Ein möglicher Grund ist die Nachfrage nach den kostbaren Kaffeebohnen. Sie ist im Rest der Welt so hoch, dass der geerntete Premiumkaffee direkt in den Export geht.

Natürlich gibt es in Thailand Cafés, die Bohnenkaffee anbieten. Diese überraschen meist mit einem extrem hohen Preis. Da kostet eine Tasse Kaffee manchmal mehr als die Tagesmiete für einen Leihwagen. Selbst der thailändische Instantkaffee ist weit davon entfernt, ein Schnäppchen zu sein. Ein großer Anteil der Produktion wandert ins Ausland, um dort veredelt zu werden. Zum Beispiel von uns. Wir beziehen den Kaffee direkt von dem Bergdorf Akha Hilltribes. Möchten Sie ihn probieren? Dann kommen Sie in unsere Rösterei oder bestellen Sie Ihren thailändischen Kaffee online: www.martermuehle.de/kaffee

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