Guide: Handfilter - Welche Kaffee-Zubereitung passt zu mir? Folge 1:

Was spricht dafür?

In der Anschaffung ist der Handfilter unter allen Zubereitungsarten die günstigste. Anfängersets gibt es  ab zirka 15 Euro. Gleichzeitig schreiben viele Kaffee-Liebhaber, Röster und Baristas dem Handfilter das beste Ergebnis in der Tasse zu. Von Profis empfohlen, für Anfänger geeignet – eine seltene Kombination. Fakt ist: Mit keiner anderen Methode der Zubereitung lassen sich Stärke und Aroma des Kaffees so präzise beeinflussen.

 

Außerdem schätzen viele Handfilter-Fans die Tatsache, dass sie ihren Kaffee von Hand zubereiten. Für sie gehört es zum liebgewonnenen, allmorgendlichen Ritual. Manche berichten von einem meditativen Effekt. Und wem der Dampf frisch aufgegossenen Kaffeepulvers in die Nase steigt, kann ihnen eigentlich nur Recht geben.

Wie geht das?

Viel einfacher als es im ersten Moment klingt. Versprochen! Wer das Prozedere regelmäßig durchführt, dem geht es schnell in Fleisch und Blut über. Und das Ergebnis lohnt sich. Versprochen! So geht’s:

 

Wasser im Kocher aufbrühen – optimaler Weise auf knapp 95 Grad. Ohne Temperaturanzeige aufkochen und etwa 50 Sekunden bei offenem Deckel ruhen lassen. Während sich das Wasser erhitzt, den Filter auf der Kanne platzieren und Papierfilter hineinsetzen. Kaffeekanne mit heißem Wasser anwärmen (nicht vergessen, wieder auszugießen). Dann pro Liter gewünschten Kaffees 60 Gramm gemahlene Bohnen in den Papierfilter füllen.

 

Für eine Tasse à 200 Milliliter also 12 Gramm. Jetzt die Kanne samt Filter auf die Küchenwaage stellen, die Anzeige nullen und etwa 50 Gramm Wasser einfüllen (entspricht etwa 50 Millilitern). Ca. 30 Sekunden warten und beobachten, wie der Kaffee aufquillt (Blooming). Den Rest des Wassers (150 ml) nachfüllen – am besten erst in der Mitte des Kaffees und von dort nach außen in kreisenden Bewegungen. Fertig. Wer seinen Kaffee stärker oder milder mag, kann beim nächsten Mal mit den Mengen experimentieren.

 

Nach einiger Zeit haben sich die Mengen eingespielt und man kann die Waage dann auch weglassen.

Was brauche ich?

  • einen Wasserkocher, optimaler Weise mit schlankem Hals für maximale Zielgenauigkeit, bzw. ein extra Kännchen/Ausgießer (für den Anfang tut es aber auch ein gewöhnlicher Kocher)
  • einen Filter, bestenfalls aus Porzellan, sonst aus Kunststoff – zum Beispiel von den Herstellern Melitta oder Hario – samt passenden Papierfiltern.
  • eine Kaffeekanne
  • eine Küchenwaage
  • wenn möglich eine Mühle (elektrisch oder handbetrieben) – denn frisch gemahlener Kaffee schmeckt am besten!

Was spricht dagegen?

Die Zubereitung braucht etwas Zeit (ca. fünf Minuten) und kann – je nach Filtergröße – unpraktisch sein, wenn einmal mehr Gäste bekocht werden sollen, etwa zu einem großen Kuchenessen.

Extra-Tipp: Papierfilter nach dem Einlegen vorab vorsichtig mit warmem Wasser übergießen, damit später keine Papieraromen im Kaffee landen und sich die Poren öffnen können. So geht kein Aroma verloren. Anschließend durchgelaufenes Wasser entfernen und Pulver in den feuchten Papierfilter füllen.

Bohnen-Tipp: Besonders gut geeignet sind die handgerösteten Bohnen "Columbia" der Kaffeemanufaktur Martermühle, die im Handfilter gut ihr recht kräftiges, nussiges Aroma entwickeln: "Columbia"

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