Kaffeerezepte für die Grillsaison: Marinaden und Rubs mit Kaffee-Aroma

Kaffee gibt’s nur in der Tasse? Ganz und gar nicht, man kann damit auch köstliche Gerichte zaubern. Probieren Sie unsere Kaffeerezepte mit überraschenden Kombinationen – zum Beispiel saftiges Steak mit Chili-Espresso-Kruste!

Kaffee als Gewürz? Kaffee ist üblicherweise nicht die erste Zutat, an die man bei der Planung eines Grillevents denkt. Doch auch schon während des Grillens kann Kaffee das Event bereichern: durch verschiedene Aromen von Nuss, Vanille, Nelke, Rauch, Pfeffer oder Karamell kann er dem Grillgut eine überraschend andere Note verleihen!

Kaffee gehört ins Tiramisu? Ja natürlich, aber nicht nur. Mit Kaffee lässt sich etwas zaubern, was mit anderen Gewürzen kaum möglich ist. Kaffee lässt sich nicht nur gut trinken, sondern mit Kaffee lässt sich auch wundervoll kochen. Als Marinade oder Rub aromatisiert die schwarze Bohne viele  Fleischarten auf besondere Art – übrigens auch hervorragend geeignet zum Grillen. Probieren Sie es aus!

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Schon mal mit Kaffee glasiert und gegrillt?

 

Kaffee-Marinade auf der Querrippe vom Rind

Zum herbem Kaffee-Aroma passt die Querrippe vom Rind ideal. Beginnen Sie zunächst damit, das Fleisch in einer schmackhaften Kaffee-Marinade zu marinieren und garen sie es anschließend lange im Ofen vor. Glasieren Sie die Rippe mit der Marinade nochmals vor dem Grillen.

Zutaten für die Kaffee-Marinade und die Kaffee-Glasur:

  • 1 geschnittene Chilischote (in Scheiben)
  • 200 ml Espresso
  • 200 ml Ahornsirup
  • 2 frische, zerdrückte Knoblauchzehen
  • 5 geschälte, in Scheiben geschnittene Zwiebeln
  • Saft aus 200 g frischem Ingwer
  • etwas Salz
  • 200 ml flüssiger Honig
  • 150 ml helle Sojasoße
  • 50 ml Speiseöl
  • 100 ml Rotweinessig

 

Als erstes geben Sie etwas Öl in eine Pfanne und erhitzen es. Braten Sie darin die Zwiebelstücke mit etwas Salz an, bis sie sich goldbraun färben und leicht karamellisieren. Nun geben Sie die Sojasoße, den Honig und den Essig dazu. Rühren Sie alles gut um, bis die Flüssigkeit verdunstet. Anschließend pürieren Sie die Zwiebelmischung im Mixer. Verrühren Sie nun die pürierte Zwiebelsoße mit dem Kaffee, dem Ahornsirup, den Chilischeibchen, dem Knoblauch und dem Ingwersaft.

 

Marinieren und Vorgaren: 

Um das Fleisch gut einlegen zu können, geben Sie die Querrippe vom Rind in eine größere ofenfeste Form. Gießen Sie nun die Kaffee-Marinade darüber und lassen Sie das Fleisch anschließend fünf Stunden an einem kühlen Ort ruhen. Nach dieser Zeit nehmen Sie die marinierte Querrippe aus der Form heraus und wickeln sie in Backfolie. Stellen Sie die übrige Soße in der Form zur Seite - die verarbeiten Sie später noch. Nun backen Sie das Fleisch bei 100 Grad im vorgeheizten Ofen acht Stunden lang. Sie werden sehen: Danach ist es zart und butterweich. So lässt sich auch ganz einfach vom Knochen lösen.

 

Grillen und glasieren der Querrippe: 

Bald ist es geschafft und Sie dürfen endlich von dem herrlichen Fleisch kosten. Sie können nun die Querrippe vorsichtig aus der Backfolie wickeln. Zusammen mit der Kaffee-Marinade und dem Bratensaft legen Sie das Fleisch in eine Grillschale. Geben Sie das Fleisch in der Schale auf den Rost und grillen Sie es so lange, bis sich die Marinade in eine appetitlich aussehende klebrig-dunkle Glasur verwandelt.

  

Steak mit Chili-Espresso-Kruste

Rezept:

  • 4 größere Filetsteaks
  • 1 EL pikantes Chilipulver
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • 3 EL Espressobohnen
  • 1-2 TL Waldhonig
  • ½ TL grobes Salz
  • 2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Olivenöl

 

Zubereitung: Mahlen Sie zuerst die Espressobohnen und vermengen Sie das feine Pulver mit den anderen Zutaten in einer Schüssel. Bestreichen Sie die frischen Steaks mit der Marinade und lassen Sie das Fleisch mindestens eine Stunde in einer verschlossenen Schüssel ruhen.

Anschließend grillen Sie die Chili-Espresso-Steaks nach gewünschter Garstufe.

  

Würze für den Fisch

Gegrillter Lachs mit Kaffee-Rub

Ein Lachsfilet braucht nur wenig Zutaten damit es toll schmeckt: Etwas Salz und Pfeffer und ein wenig Olivenöl reicht schon. Darüber hinaus kann man Fisch natürlich noch aufpeppen. Lachs ist perfekt für eine kräftige Marinade. Sehr lecker schmeckt Lachs, wenn Sie ihn vorher mit einem Rub (Gewürzmischung) zubereiten. 

Ein Dry Rub ist eine trockene Marinade. Rohes Fleisch, Fisch oder Gemüse werden mit einer Mischung aus zerstoßenen Gewürzen und Zucker eingerieben. Mit einem Rub verleihen Sie gegrilltem Lachs nochmal eine eigene Geschmacknote. Entscheidend ist, welche Gewürze Sie verwenden. So kann der Fisch würzig bis exotisch oder scharf bis süßlich schmecken. Ihrer Fantasie sollten Sie da keine Grenzen setzen.

Vermengen Sie alle Gewürze miteinander vermengen und massieren Sie die Würzmischung mit den Händen großzügig in das Filet ein. Sollte der Lachs eine Haut haben, brauchen Sie diese Seite nicht einreiben. Besonders schmackhaft wird der Rub dann, wenn Sie etwas braunen Zucker mit einreiben. Dieser karamellisiert beim Grillen und gibt dem Rub einen besonderen Knusperfaktor.

Lassen Sie die Marinade 2-3 Stunden oder sogar über Nacht einziehen, so schmeckt der Fisch am besten. Geben Sie dazu den Lachs zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel, verschließen Sie diesen luftdicht und legen Sie ihn nun in den Kühlschrank.

 Kaffee-Rub:

  • ½ TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Sesam
  • 1 TL Meersalz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL roter Pfeffer

  

Rösten Sie alle Zutaten etwa 1-2 Minuten und zerstoßen Sie sie danach im Mörser.

 

Darauf sollten Sie achten:

Verwenden Sie beim Grillen auf dem Rost ausschließlich ein Lachsfilet mit Haut! Sie verhindert, dass der Lachs bei der Hitze zerfällt und schützt ihn vor der Hitze. Legen Sie den Lachs immer bei hoher Hitze (rot glühende Kohlen) auf den Grill. So entsteht eine sehr schmackhafte Kruste.

  

Der perfekte Begleiter:

 

Champignon-Carpaccio an Kaffee-Vanille-Vinaigrette

Zutaten für 4 Personen 

  • Mark von ½ Vanilleschote
  • 10 Kaffeebohnen
  • 6 EL Weißweinessig
  • 3 EL flüssiger Honig
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 6 EL Rapsöl
  • 150 g Feldsalat
  • 300 g braune Champignons

  

Zubereitung

Zerstoßen Sie die Kaffeebohnen für die Vinaigrette in einem Mörser und erwärmen Sie sie leicht in einer Pfanne. Dadurch entfaltet sich ein intensives Aroma und die Vinaigrette bekommt den typischen Kaffeegeschmack. Verquirlen Sie das Vanillemark und die Kaffeebohnen in einer Schüssel mit dem Weißweinessig, Honig und Rapsöl. Würzen Sie das Ganze mit Salz sowie Pfeffer und lassen Sie alles gut durchziehen.

Putzen Sie die Champignons, hobeln Sie dünne Scheiben daraus und richten Sie diese auf Tellern an. Nun waschen Sie den Feldsalat und trocknen ihn in einer Salatschleuder. Verteilen Sie den Feldsalat auf den Pilzen und beträufeln Sie alles großzügig mit der Vinaigrette.

  

Zum Dippen: BBQ-Kaffee-Soße

 

Zutaten: 

  • 1 rote Chilischote
  • 2 Zwiebeln
  • 75 g brauner Zucker
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 5-6 EL weißer Balsamico-Essig
  • 100 ml aufgebrühter, starker Kaffee
  • 3-4 EL Whiskey
  • Rauchsalz
  • Pfeffer
  • 400 g Tomatenketchup
  • Einige Tropfen Tabasco

 

Schälen und würfeln Sie die Zwiebeln für die Soße. Putzen und waschen Sie die Chilischote, schneiden Sie sie der Länge nach auf und entfernen Sie die Kerne. Nun hacken Sie die Chili ganz fein. Erhitzen Sie das Olivenöl in einem Topf und lassen Sie darin die Zwiebeln andünsten. Nun noch den Zucker hinzufügen und kurz karamellisieren lassen.

Kaffee, Essig, Whiskey und Ketchup hinzufügen. Würzen Sie das Ganze mit Pfeffer, Rauchsalz und Tabasco. Lassen Sie alles aufkochen und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze  einköcheln. Rühren Sie dabei immer wieder um.

 

Also: Ran an den Grill und gutes Gelingen!

Themen: Kaffeerezepte
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