Angela Wowra | 22.09.2018

Kaffeesommelier und wie man ein Coffee-Tasting durchführt

Coffee-tasting-Kaffeesommelier

Als Sommelier bezeichnet man allgemein einen Profi aus der Gastronomie, üblicherweise aus der Getränkebranche. Er ist ein Experte in Sachen Sensorik und Genuss. Eine exzellente Nase und die Leidenschaft und Liebe zum Lebensmittel sind Voraussetzungen für diesen Beruf der Sinne. Sicherlich denken Sie bei dem Wort Sommelier sofort an Wein. In guten Restaurants konsultiert man den Weinkellner, wenn man einen passenden Wein zu seinem Essen sucht.

Was macht ein Sommelier?

Nicht nur bei Wein, sondern bei vielen anderen Lebensmitteln spielt der Sommelier eine große Rolle. Die Spezialisierung auf eine Lebensmittelgruppe ist Voraussetzung für seine Tätigkeit und der Wunsch, aus seinem Getränk/Produkt ein besonderes Erlebnis zu machen. Wir kennen inzwischen die folgenden Spezialisten:

  • Biersommelier
  • Teesommelier
  • Wassersommelier
  • Brotsommelier
  • Käsesommelier
  • Fleischsommelier und natürlich den
  • Kaffeesommelier

Und was ist ein Kaffeesommelier?

Ein Kaffee-Sommelier ist ein Spezialist für Kaffee. Seine Kenntnisse über das Getränk gehen hinsichtlich der Sensorik über die des Baristas hinaus. Er kennt die Merkmale der Kaffee-Anbaugebiete und weiß, wie die individuellen Kaffees am besten geröstet und zubereitet werden sollen. Er kann den Kaffee auf jede Art perfekt zubereiten und den Kunden die Aromen im Kaffee beschreiben.

Der Kaffeesommelier bewertet jede Tasse Kaffee nach objektiven Kriterien. Dabei spielen neben dem Aroma das Mundgefühl und der Nachgeschmack eine entscheidende Rolle. Um Kaffee Sommelier zu werden, braucht man keine bestimmten Voraussetzungen. Von Vorteil ist es, wenn man sensibel für Gerüche und Geschmäcker ist. Denn man steigt schließlich in eine Welt mit über 800 Aromen ein.

Die Ausbildung des Sommeliers

Viele Röstereien oder Kaffeeschulen bieten Kurse zur Sensorik an. Wenn Sie tiefer in das Thema „Schmecken von Kaffee“ eintauchen möchten, empfehlen wir das praktische Üben. Ob das in einer Kaffeeschule oder zuhause ist, bleibt Ihnen überlassen. Achten Sie auf die Qualität des Anbieters, es gibt teure Kurse, die ihren Preis nicht wert sind. Auf alle Fälle empfehlen wir einen Exkurs in diese Richtung, denn es bringt sehr viel Spaß!

Wenn Sie über fundiertes Kaffeewissen verfügen, interessiert Sie wohl eher eine Profi-Ausbildung. In Deutschland bieten die verschiedene Handelkammern einen Kurs zum Kaffeesommelier IHK an. Das ist eine geprüfte Ausbildung mit einem zertifizierten Abschluss. Informieren Sie sich, wo in Ihrer Nähe Sie so einen Kurs absolvieren können. Kostenpunkt für einen 5-tägigen Kleinkgruppenkurs: ca. 1.000 €

Inhalte der Kaffeesommelier-Ausbildung

Man lernt im Grunde den kompletten Weg des Kaffees vom Anbau bis zur Zubereitung. Das ist Voraussetzung, um die Zusammenhänge zu verstehen und richtig beurteilen zu können. Dann kommt es zur eigentlichen Verkostung, dem sogenannten „Cupping“. Man lernt dabei, richtig zu riechen und zu schmecken. Letztendlich entwickelt man ein Kaffee-Profil im Kopf bzw. auf der Zunge.

Mit diesem Profil erkennt man nicht nur Aroma und fehlerhafte Kaffees. Man schmeckt heraus, ob ein Kaffee hell oder dunkel geröstet wurde. Hilfreich sind dabei die erlernten Grundkenntnisse im Rösten. Wenn man gut ist, schmeckt man sogar, ob der Kaffee trocken oder nass aufbereitet wurde und aus welchem Anbaugebiet er kommt. Das ist ein langer Weg und bedeutet große Sensibilität und viele Tassen Kaffee!

Abschlussprüfung bei der Kaffeeschule

Eine Abschlussprüfung gehört dazu, damit man sein IHK-Zertifikat erhält. Es gibt einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Der schriftliche Teil dauert ca. 2,5 Stunden und dreht sich rund um das Thema Kaffee. Beginnend von Anbau, Herkunft und Arten, über technische Daten zu den Kaffeemaschinen bis hin zur Zubereitung.

Bei der praktischen Prüfung unterscheidet man diverse Rohbohnen, klassifiziert Kaffees und versucht sich an dem Triangeltest. Das ist ein Geschmackstest, bei dem zwei Tassen gleich sind und die dritte erkannt werden muss. Das ist nicht so einfach, wie es klingt. Manchmal ähneln sich die Kaffees sehr stark, wenn sie sich zum Beispiel nur durch die Aufbereitungsart unterscheiden.

Der Unterschied zwischen Barista und Kaffeesommelier

Beides sind Kaffee-Fachleute und kennen sich in allen Gebieten des Kaffees aus. Sie haben allerdings unterschiedliche Schwerpunkte. Der Sommelier bewertet Kaffees hinsichtlich Qualität und Geschmack. Er ist der Meister des Riechens, Schmeckens und Beurteilens. Er kennt sich darüber hinaus mit den unterschiedlichen Zubereitungen und dem richtigen Mahlen bzw. den unterschiedlichen Mahlgraden aus.

Ein Barista dagegen ist der Fachmann der Zubereitung. Der Begriff kommt aus dem Italienischen und bezieht sich daher hauptsächlich auf Espresso und seine Variationen. Ein guter Barista kennt sich aber auch mit der Kaffeezubereitung nach Karlsbader Art aus und fühlt sich sogar in der Sensorik zuhause. Wenn Sie mehr über die Zubereitungsarten lesen möchten, schauen Sie in unsere Blogbeiträge. Hier finden Sie alles Wissenswerte zum Thema Kaffee online.

Coffee-Tasting zuhause

Ob mit oder ohne Kurs: Besonders spannend ist es, wenn man verschiedene Zubereitungsmethoden im Vergleich verkostet. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich derselbe Kaffee schmeckt, wenn Sie ihn mit unterschiedlichen Brühmethoden zubereiten. Wenn Sie Lust verspüren, ein Coffee-Tasting zuhause durchzuführen, empfehlen wir Ihnen unseren Blogbeitrag zum Cupping. Hier erfahren Sie, auf was Sie dabei achten sollten.

Das Wissen über Kaffee etabliert sich inzwischen ähnlich wie das Wissen über guten Wein. Es gehört zum guten Ton, mitreden zu können. Immer mehr Kaffeetrinker machen sich Gedanken über den richtigen Kaffee und Espresso. Daraus entwickelt sich nicht selten ein Hobby-Barista oder ein Hobby-Sommelier. Wenn Sie guten Kaffee online suchen, empfehlen wir Ihnen unsere Seite: www.martermuehle.de/kaffee. Schärfen Sie Ihre Sinne schärfen und erleben Sie den perfekten Trinkgenuss!

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