Ralf Heincke | 17.09.2018

Koffeingehalt im Kaffee variiert mit Herkunft, Sorte und Zubereitung

kaffee-koffeingehalt

Koffein ist das bekannteste Alkaloid, welchem Wissenschaftler und Experten eine muntermachende, belebende und stimulierende Wirkung nachsagen. Und das zu Recht! Studien belegen heute, dass Koffein wach macht. Dabei bringt es den Kreislauf des Herzens in Schwung und steigert zudem das Vermögen für eine höhere Leistung.

Der Gehalt des Koffeins im Kaffee variiert je nach Kaffeebohne, Grad der Mahlung und der Art der Zubereitung. Viele Kunden stellen uns häufig die Frage, welcher Kaffee wie viel Koffein enthält. Die Antwort auf diese Frage und weitere Informationen finden Sie im folgenden Beitrag.

Arabica und Robusta Kaffee: Die Mahlung der Kaffeebohne erzeugt einen Unterschied

Arabica-Kaffee wird weltweit 3-mal häufiger angebaut als die Robusta-Bohne. Es gibt nicht nur äußerliche und geschmackliche Unterschiede zwischen Arabica- und Robusta-Kaffee. Herkunft, Mahlung und Zubereitung spielen eine wesentliche Rolle beim Gehalt des Koffeins der Kaffeebohnen. Die Herkunft des Kaffees trägt zu seinem Koffeingehalt maßgebend bei. Der unterschiedliche Boden und das Klima spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Sorte der Kaffeepflanze. Somit variiert der Koffeingehalt von Kaffee zu Kaffee sehr stark.

Messungen ergaben bei der Arabica-Bohne einen Gehalt zwischen 1,1 und 1,7 Prozent. Der kräftigere Robusta-Kaffee eignet sich als besserer Wachmacher mit einem Koffeingehalt von 2 bis 4,5 Prozent. Experten präferieren daher oft die Robusta-Bohnen für einen starken Espresso, während der Genießer aus einer Arabica-Bohne eher einen Filterkaffee zubereitet. Allerdings wollen wir diese Aussage nicht pauschalisieren.

Um einen feinen Espresso zu kreieren, nimmt eine professionelle Rösterei gerne eine ausgewogene Mischung der beiden bekanntesten Bohnen. So kann jeder Kaffee von Rösterei zu Rösterei variieren. Eine Tasse mit 125 Millilitern Kaffee enthält etwa 80-120 Milligramm Koffein. Das ist ein sehr grober Maßstab, denn jeder Mensch bereitet seine Tasse Kaffee unterschiedlich zu.

Espresso oder Filterkaffee: Wie viel Koffein enthalten 100 Milliliter?

Kommen wir zu den wesentlichen Fakten: Durchschnittlich enthält eine Tasse Espresso ca. 25 Milliliter des schwarzen Elixiers. Dabei beinhaltet dieser eine Koffeinmenge von 25 bis 75 Milligramm. Das ist grundsätzlich ein sehr hoher Koffeingehalt, den in dieser Form kaum ein anderes Getränk aufweist. Das Koffein kann auf den Körper eine verdauungsfördernde Wirkung haben. Deswegen trinken viele Genießer einen ordentlichen Espresso am liebsten nach dem Mittagessen.

Der Laie behauptet, ein Espresso hätte mehr Koffein auf 100 Milliliter als Filterkaffee. Diese Aussage ist natürlich richtig. Eine Tasse Filterkaffee kann Koffeinwerte bis zu 100 Milligramm/100 Milliliter aufweisen. Bei einer herkömmlichen Tasse mit 125 Millilitern Fassungsvermögen beträgt der Koffeingehalt 80 bis 120 Milligramm. Es kommt auf die Zubereitung an sowie auf den Kaffee selbst. Außerdem spielt der Mahlgrad eine Rolle.

Espresso wird feiner gemahlen als Kaffee zum Filtern. Dies erweitert die Struktur der Oberfläche und ermöglicht dem Koffein ein „leichteres“ Austreten ins heiße Wasser. Womit wir beim nächsten Punkt angelangt sind. Je länger das heiße Wasser im Kontakt mit dem Kaffeepulver ist, desto mehr lösen sich Aromastoffe und Koffein. Welche der beiden Zubereitungsarten mehr Koffein enthält, entscheidet somit nicht nur die Dosis. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Unterschiedlicher Koffeingehalt: Wie viel Milligramm Koffein werden pro Tag empfohlen?

Die Dosis macht das Gift. Es macht einen Unterschied, ob ein Sportler einen Espresso zur Leistungssteigerung zu sich nimmt oder die werdende Mutter einen sanften Filterkaffee als Wachmacher trinkt. Die tägliche Grenze an Koffein mag schnell erreicht sein. Koffein ist für den menschlichen Körper in zu hohen Mengen giftig. Dabei kommt das beliebte Mittel nicht nur im Kaffee vor. Im Teestrauch, in der Guaraná-Pflanze sowie in der Kolanuss und den Samen der Kakaopflanze findet man Koffein.

Wie viel Milligramm Koffein sind empfehlenswert?

Wie viel Koffein ein Konsument zu sich nehmen kann, ist individuell. Dabei spielen Körpergröße, -gewicht und die Leistung eine Rolle. Ein sportlicher Körper verträgt einen höheren Gehalt an Koffein im Blut.

Für gesunde Erwachsene ist, laut einer Risikobewertung im Jahr 2015 der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), eine einzelne Dosis von bis zu 200 Milligramm Koffein unbedenklich. Über den Tag verteilt können diese Menschen bis zu 400 Milligramm problemlos verarbeiten. Für Schwangere und Stillende stuft die EFSA einen täglichen Wert von bis zu 200 Milligramm als unproblematisch ein.

Der Konsum von koffeinhaltigen Getränken mit hohem Koffeingehalt

Koffeinhaltige Getränke gehören ebenso zu unserer Kultur wie alkoholische Getränke. Dabei enthalten koffeinhaltige Getränke einen unterschiedlichen Anteil an Koffein. Eine Tasse Tee lässt sich nur im Entferntesten mit einer Dose Energydrink vergleichen. Nicht nur aufgrund verschiedener Inhaltsstoffe, sondern auch wegen einem unterschiedlichen Koffeingehalt.

Eine herkömmliche Cola enthält auf 100 Milliliter circa 10 bis 12 Milligramm Koffein. Die gleiche Menge an schwarzem Tee weist in etwa doppelt so viel Koffein auf. Ein Energydrink katapultiert sich mit circa 32 Milligramm des aufputschenden Alkaloids somit an die Spitze der bekanntesten Koffein-Getränke.

Abgesehen vom Kaffee. Dieser enthält, im Vergleich zu allen koffeinhaltigen Getränken, die höchste Menge an Koffein. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung am liebsten das schwarze Getränk zu sich nimmt. Circa 73 Milliarden Tassen trinken die Deutschen pro Jahr, wie ein Kaffeereport 2013 ergab. Das sind pro Sekunde etwa 2300 Tassen Kaffee.

Kaffeesorten und der Koffeingehalt

Verschiedene Kaffeesorten enthalten einen unterschiedlichen Koffeingehalt. Je nach Sorte variieren die braunen Bohnen nicht nur in ihrem Geschmack. Aroma, Gerb- und Bitterstoffe vervollständigen den feinen Genuss eines frischen Kaffees. Ein sortenreiner Arabica-Kaffee hat einen geringeren Anteil an Koffein. Dazu gehören die meisten Kaffees aus dem südamerikanischen Kontinent. Häufig gibt es Mischungen aus diesem Gebiet, fast immer bestehen sie zu 100 % aus Arabica-Bohnen.

Alternativ können Menschen, die Koffein nicht gut vertragen, auf einen entkoffeinierten Kaffee umsteigen. Hier liegt der Koffeingehalt unter 2 Milligramm auf 100 Milliliter Kaffee. Dies sieht das Gesetz als erforderlich vor, um das Produkt als entkoffeiniert vermarkten zu dürfen. Löslicher „Instant-Kaffee“ weist einen geringeren Koffeingehalt auf als handaufgebrühter Filterkaffee. Die tatsächliche Menge des Koffeins wird individualisiert durch Sorte, Zubereitung und Menge. So kann ein verlängerter Espresso durchaus höhere Koffein-Werte aufweisen. Klar, denn die Tasse enthält nicht mehr 25 Milliliter, sondern beispielsweise 6 Mal so viel.

Somit variiert die Koffeinmenge quasi von Tasse zu Tasse. Erfahrene Kaffee-Meister beherrschen die Mahl-, Press- und Druckvorgänge und wissen, wie viel Koffein in den jeweiligen Getränken enthalten ist. Egal ob Gäste einen Espresso oder eine schwarze Tasse Kaffee wünschen.

Egal, für welchen Kaffee Sie sich am Ende des Tages entscheiden – die passenden Kaffeebohnen für Ihren Koffeinbedarf finden Sie im Martermühle-Online-Shop.

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