Moni Grasser | 29.06.2018

Lupinenkaffee - DIE Kaffeealternative?

lupinenkaffee

Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Stimmt. Weil das Koffein im Kaffee auch Nebenwirkungen birgt, möchten aber viele ihren Koffeinkonsum reduzieren. Kaffee ist aber mehr als ein Koffeinkick - er ist ein Ritual und ein soziales Event. Ein Ersatz muss her. Eine Alternative: Lupinenkaffee.

Was ist Lupinenkaffee?

Ersatzkaffee ist keine neue Erfindung. Als der Kaffee in der frühen Neuzeit nach Europa kam, war er für die breite Bevölkerung viel zu teuer. Sie stellten sich also ihren eigenen Kaffee her. Sie verwendeten anstatt der edlen Kaffeebohnen andere Kerne zum Rösten, Mahlen und Aufbrühen. Beispielsweise Getreidekörner. Auch im alten Babylon stellte man auf diese Weise Getränke her. Man benutzte neben Getreide auch Nüsse oder Obstkerne.
Diese Getränke haben mit dem, was wir unter "Kaffee" verstehen, wenig zu tun. Der wichtigste Unterschied: Ersatzkaffee enthält kein Koffein, das für die eventuell unangenehmen Nebenwirkungen des Kaffeekonsums verantwortlich ist. Nebenwirkung wie z. B. Nervosität, Herzklopfen, Schlafbeschwerden oder Kopfschmerzen. Andere bekommen von der Kaffeesäure Verdauungsbeschwerden.
Eine der vielen verschiedenen Alternativen zu Bohnenkaffee, die sich zurzeit auf dem Markt etablieren, ist Lupinenkaffee. Im Vergleich zu Getreidekaffee ist er glutenfrei, was ihn für Menschen mit Glutenunverträglichkeit gut bekömmlich macht. Er hat aber noch andere Vorteile.

Was sind Lupinen? 

Was sind überhaupt Lupinen? Kurzer Grammatikexkurs: es heißt "eine Lupine" und "zwei Lupinen". Die Lupine ist eine Pflanzengattung, in welcher es verschiedene Unterarten gibt. Aus den Samen dieser Pflanze kann man Lupinenkaffee herstellen.
Oft wird davor gewarnt, Lupinen seien giftig. Zum Teil stimmt das. Die Samen der ursprünglichen, wildwachsenden Bitterlupine enthalten tatsächlich bittere und giftige Alkaloide. Deren Samen sollte man auf keinen Fall verzehren. Sie können von Verdauungsbeschwerden bis hin zu Atemlähmung führen. Aber keine Panik! Man hat schon Anfang des 20. Jahrhunderts diese giftigen Stoffe herausgezüchtet. So entstand die Süßlupine, die - wie der Name sagt - diese Bitterstoffe nicht enthält und nicht giftig ist. Lupinenkaffee, wie man ihn im Laden kaufen kann, ist also risikofrei. Nur ernten Sie bitte nicht auf eigene Faust die hübschen Lupinen aus Omas Garten.

Wie macht man Lupinenkaffee? 

Warum heißt "Lupinenkaffee" eigentlich "Lupinenkaffee", und nicht etwa "Lupinentee"? Der Schlüssel liegt in der Herstellungsweise. Genauso wie "normaler" Kaffee werden die Samen der Lupine getrocknet, dann geröstet, gemahlen und mit heißem Wasser aufgebrüht. So sieht das Vorgehen bei allen Ersatzkaffees aus.
Zu Hause können Sie Lupinenkaffee genauso kochen wie normalen Kaffee. Die meisten Kaffeemaschinen kommen mit Lupinenkaffee-"Bohnen" gut zurecht. Nur manche Kaffeevollautomaten bereiten Probleme. Kontaktieren Sie am besten zuerst den Hersteller, bevor Sie mit Ihrem Lupinenkaffee am Ende die Maschine beschädigen.

Die Vorteile von Lupinenkaffee 

Wie gesund ist Lupinenkaffee wirklich? 

Lupinenkaffee wird vor allem deshalb unter allen Ersatzkaffees so hochgelobt, weil er als besonders gesund gilt. Stimmt das?
Der größte Faktor ist hier sicher das Koffein. Lupinenkaffee enthält kein Koffein und zum Beispiel auch kein Gluten, wie oben erwähnt. Ein Vorteil gegenüber Getreidekaffee. Er ist also gut bekömmlich auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Gleichzeitig belastet er das Herz nicht, macht nicht abhängig und führt die anderen Nebenwirkungen des Koffeins nicht mit sich.
Darüber hinaus ist Lupinenkaffee sehr nährstoffreich. Die Lupine gehört zu den Hülsenfrüchten, wie Erbsen oder Erdnüsse zum Beispiel. Deshalb enthält sie viel Eiweiß, worauf besonders Vegetarier verstärkt achten müssen. Außerdem enthalten die Samen der Lupine viele Aminosäuren und verschiedene Vitamine und Spurenelemente.

Umweltschoner Lupinenkaffee 

Ein weiterer, wichtiger Faktor bei der Herstellung von allen Lebensmitteln ist die Umweltbelastung. Kaffeebohnen werden in weit entfernten Regionen der Welt angebaut. Wir importieren sie aus Afrika, Südamerika oder Südostasien. Der Transport erzeugt leider einen hohen CO2-Ausstoß, manchmal wird Regenwald für die Kaffeefelder abgeholzt. Dazu kommt, dass die wenigsten darauf achten, Fairtrade-Kaffee oder direkt gehandelten Kaffee zu kaufen. Die Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern sind oft schlecht und die Bezahlung zu gering. In vielen Gegenden fehlt durch die Kaffeefelder das Ackerland für den Lebensmittelanbau. Weltweite Probleme nicht nur beim Anbau von Kaffee. Lupinen dahingegen sind regionale Pflanzen. Sie wachsen direkt vor unserer Haustür und sind sogar gentechnikfrei. Und "zack" sind alle diese negativen Faktoren der Tasse Kaffee am Morgen verschwunden.

Wie schmeckt Lupinenkaffee?

Das wichtigste am Kaffee ist…? Richtig: der Geschmack. Im Vergleich zu anderen Ersatzkaffee-Sorten soll Lupinenkaffee dem Geschmack von normalem Kaffee am nächsten kommen und ihn daher am besten ersetzen. Geschmack ist natürlich Geschmackssache. Kaufen Sie besser erst kleine Mengen Lupinenkaffee oder eine Auswahl an kleinen Mengen verschiedener Kaffeealternativen. Oder schnappen Sie sich Ihre drei besten Freunde und teilen Sie sich eine Packung Lupinenkaffee, bevor Sie sich einen Jahresvorrat zulegen. Alle positiven Faktoren des Lupinenkaffees sind dahin, wenn Ihnen davon schlecht wird.

Fazit

Wer aus gesundheitlichen Gründen weniger Kaffee trinken möchte, ist mit Lupinenkaffee sehr gut beraten. Geschmacklich kommt er nah an normalen Kaffee heran. Er bietet gesundheitliche und umweltrelevante Vorteile. Erwarten Sie trotzdem keine Geschmacksoffenbarung. Kaffee ist Kaffee und nur Kaffee schmeckt wirklich wie Kaffee. Lupinenkaffee ist eben Lupinenkaffee. Man muss sich auf seinen eigenen Geschmack einlassen. Dann kann Lupinenkaffee vielleicht normalen Bohnenkaffee ersetzen: als Ritual am Morgen oder beim Kaffeeklatsch zur Sahnetorte. Die einzige Schwachstelle von Lupinenkaffee: Er enthält kein Koffein, deshalb macht er auch nicht wach. Und trotz der Nebenwirkungen schätzen viele Kaffeetrinker das Koffein als Wachmacher und Energielieferant. Ob mit Koffein oder ohne - wer eine gute Tasse richtigen Kaffee am Morgen schätzt, findet eine große Auswahl verschiedener Kaffee- und Espressobohnen (auch koffeinfreie!) im Martermühle-Online-Shop. Hier werden faire und umweltschonende Verfahren bei Anbau und Verarbeitung berücksichtigt, Sie können Ihren Kaffee dann in dieser Hinsicht bedenkenlos genießen!

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