"Mensch Kaffee" mit Sandra Höfer und Alex Schwaninger

"Mensch Kaffee" mit Sandra Höfer und Alex Schwaninger, zwei Stammkunden der Kaffeerösterei Martermühle. Sandra und Alex leben seit gut zwei Jahren in Steinhöring, das ist in der Nähe unserer Rösterei. Sie hörten früher öfters von der Martermühle und Alex Eltern kannten den Kaffee bereits, richtig kennen lernten die beiden unseren Kaffee erst bei einer Führung.

Die Volkshochschule Grafing organisierte diese in den Räumen unserer Rösterei. Sandra und Alex sahen beim Rösten zu und erfuhren eine Menge über Kaffee und die moderne Kaffeekultur. Wo kommt der Kaffee her, worin besteht der Unterschied zu herkömmlichem Kaffee aus dem Supermarkt und was ist das Besondere an einer Kaffeemanufaktur?

Heute beantworten Sandra und Alex diese Fragen mit Leichtigkeit. Seit ihrem ersten Besuch kommen die beiden regelmäßig zu uns. Am liebsten mit Freunden, aber auch gerne alleine. „Die Martermühle ist unser zweites Wohnzimmer“, sagt Sandra und empfiehlt die Rösterei als tolles Ausflugsziel. Ihr Kaffeeverhalten hat sich seit der Führung grundlegend verändert. Die beiden trinken bewusst Kaffee und genießen den guten Geschmack von hochwertigen Kaffees. Sie kennen den Unterschied zwischen schonender und herkömmlicher Röstung und achten sehr auf gute Qualität. Ich denke, Sandra und Alex sind ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Kaffeekonsums bei bewussten Kaffeetrinkern.

Im Fragebogen der Kaffeerösterei Martermühle verraten uns die beiden ihre persönlichen Vorlieben rund um das Thema Kaffee.

"Mensch Kaffee", Folge 12:

Wie trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten?

Wir trinken beide sehr gerne einen Latte Macchiato. Auch Cappuccino finden wir lecker oder einen Espresso direkt nach dem Essen. Auf alle Fälle ein Getränk mit einem Espresso als Grundlage. Das schmeckt uns am besten.

Wie viele Tassen trinken Sie pro Tag?

Sandra: Ich trinke 1-2 Tassen am Tag. Mehr sind es selten, für mich ist Kaffee ein Genussmittel. In der Arbeit trinke ich lieber Tee oder Wasser, das geht so nebenbei. Dort gibt es einen Vollautomaten, aus dem mir der Kaffee jedoch nicht schmeckt. Wenn, dann brühe ich mir selber einen Filterkaffee auf, das ist aber selten.

Alex: Bei mir ist es sehr unterschiedlich, es kommt darauf an, wo ich arbeite und was es dort für Kaffee gibt. Ich arbeite oft in Autohäusern, da bekomme ich oft einen hervorragenden Kaffee. Viele Autohäuser definieren sich heutzutage über ihren Kaffee, das ist ein richtiges Aushängeschild geworden. Bei Einsätzen, wo ich keinen guten Kaffee bekomme, trinke ich entsprechend wenig.

Zu welcher Uhrzeit schmeckt Kaffee am besten?

Morgens, aus ihrer Siebträgermaschine, da sind sich beide einig. Sandra trinkt darüber hinaus sehr gerne nachmittags einen Kaffee. Dafür fährt sie dann extra früher nachhause, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Am liebsten im Garten, das ist jetzt im Frühling oder im Sommer wunderschön.

Was gehört zu Ihrer persönlichen Kaffeekultur? (z. B. Kuchen, Zigarette)

Eigentlich nichts. Alex isst nachmittags gerne ein Stück Kuchen oder eine Butterbreze dazu, Sandra sagt, „ein guter Kaffee braucht nichts dazu“. Wichtiger sind der richtige Ort, die richtige Gesellschaft und die Qualität der Rohbohnen. Diese müssen gut geröstet sein und die Zubereitung muss stimmen. Für den perfekten Kaffee brauchen wir nichts Zusätzliches, aber ein guter Kaffee muss sein, das entspricht unserer „Kaffeekultur“.

Welches Kaffeezubehör steht in Ihrer Küche?

Wir besitzen eine tolle ECM-Siebträgermaschine, die wir jeden Morgen einschalten. Das ist uns den Aufwand wert und wir genießen den guten Kaffee jeden Tag aufs Neue. Seit kurzem gehört uns auch eine Kaffeemühle, denn frisch gemahlen schmeckt der Kaffee am besten. Vorher bereiteten wir unseren Espresso in der Bialetti zu, aber aus dem Siebträger schmeckt er deutlich besser. Der Milchschaum klappt schon ganz gut, manchmal schaffen wir sogar ein richtig schönes Cappuccino-Herz. Das Reinigen finden wir nicht aufwendig, das geht schnell und unkompliziert. „Verantwortlich dafür ist Andi“, lacht Sandra.

Welchen Kaffeemoment werden Sie nie vergessen?

Ein besonders schöner Moment ist immer die Kaffeepause in der Hütte vom Wasserburger Alpenverein im Sudelfeld. Wir nehmen unsere Bialetti mit und genießen eine leckere Tasse Kaffee mit Bergblick. Sandra fällt noch ein anderer, besonderer Kaffeemoment ein, allerdings eher ein negativer. Jedes Jahr, wenn sie mit ihrer Mutter wallfahren geht, kommt sie an der Martermühle vorbei. Dann ist es noch sehr früh (Start dieser Tour im April ist bereits 4:15) und die Rösterei hat noch geschlossen. Darüber sind dann Mutter und Tochter sehr traurig und müssen ihre Tour ohne Kaffee fortsetzen.

Mit wem und wann trinken Sie am liebsten Kaffee?

Sehr gerne trinken wir unseren Kaffee in der Martermühle. Das stimmt wirklich, hierher kommen wir regelmäßig. Entweder alleine oder in kleiner oder größerer Runde. Unsere Freunde aus München kommen gerne her, auch sie genießen die Zeit in der Rösterei. Guter Kaffee, guter Kuchen, tolles Ambiente und sehr gemütlich. Wenn wir nicht in die Rösterei fahren, trinken wir unseren Kaffee gerne alleine oder gemeinsam im Garten.

An was denken Sie, wenn Sie Kaffee riechen?

An unsere Küche daheim! An unseren guten Kaffee aus unserer Siebträgermaschine – das ist für uns Heimat. „Meine Eltern", sagt Alex, „bereiten ihren Kaffee im Siebträger zu, seit ich denken kann. Ich wuchs also mit gutem Kaffee auf. Deshalb ist mein Anspruch auch sehr hoch.“ Sandra nickt zustimmend und ergänzt: „Für mich bedeutet der Duft von Kaffee auch Trost. Wenn es mir mal nicht gut geht, tröstet mich der gute Geruch von Kaffee“. Beide sind sich einig: Kaffeeduft bedeutet Pause!

Ihr Geheimtipp für das beste Café im Ausland?

Alex erinnert sich an ein kleines, schnuckeliges Café in Venedig. Den Namen weiß er nicht mehr, aber dass es in einer kleinen Seitenstraße liegt und winzig ist. Es kamen italienische Bauarbeiter herein und tranken kurz ihren Espresso, bevor sie weiterarbeiteten. So wie es in Italien üblich ist. Die italienische Kaffeekultur ist etwas Besonderes und versetzt einen gleich in Urlaubslaune. Die Martermühle ähnelt diesem Flair mit ihrer italienischen Kaffeebar und dem unkomplizierten Charme. Die Nähe zu Italien lässt sich nicht leugnen!

Wie sieht Ihr Lieblingskaffeebecher aus?

Alex Lieblingsbecher töpferte eine Freundin seiner Mutter in Handarbeit. Auch wenn die Tasse sehr groß ist und damit nicht geeignet für einen Espresso, liegt sie ihm sehr am Herzen. Denn sie ist ein Geschenk von Sandra. Sandras Lieblingstasse ist eine Tasse mit Rosen drauf. Besonders gut schmeckt ihr der Kaffee, wenn sie ihn in dieser Tasse bei schönem Wetter in ihrem Rosenpavillon trinkt. Da kann man direkt neidisch werden!

Themen: Kaffeeklatsch
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