Angela Wowra | 09.03.2018

Neues von unserem Grand-Cru-Kaffee aus Lampocoy

Lampocoy-Gran-Cru-Kaffee

Langsam geht die Kaffee-Ernte auf der Plantage Lampocoy in Guatemala zu Ende. Gerade ernten die Kaffeebauern die Spätlese und ca. Mitte März ist dann Schluss. Die Kaffeekirschen kommen nach der Ernte zur Aufbereitung und gehen anschließend in ihren schönen Kaffeesäcken auf die Reise nach Hamburg. Dethlev Cordts, unser deutschsprachiger Kontaktmann vor Ort, berichtet regelmäßig über die Neuigkeiten in Lampocoy.

So erzählt er stolz von seiner Ehefrau Milvia, die auf dieser Plantage aufgewachsen ist. Sie versteht die Kaffeebauern und hält den Kontakt zu ihnen. Derzeit koordiniert sie das neue Frauenprojekt „Café de Mujeres“ (Das bedeutet „Kaffee der Frauen“). Circa 60 Frauen möchten zu dem neuen Projekt beitragen. Sie leben auf der Plantage und möchten zeigen, dass sie genauso gut Kaffeespezialitäten produzieren können wie die Männer.

Der neue Kaffee „Café de Mujeres“ aus Lampocoy

Milva verhandelt mit den Frauen über Preise, Qualitäten und Zahlungsbedingungen. Für viele Frauen ist es das erste Mal, dass sie selber einen Kaffee produzieren. Die Kaffeebäuerinnen ernten die Kaffeekirschen per Hand. Anschließend werden sie in einem Beneficio aufbereitet, das die Organisatoren kennen. Wie meistens in Guatemala, bevorzugt man für den Frauenkaffee die nasse Aufbereitung. Anschließend trocknet die Sonne die Kaffeebohnen.

Die Spannung auf diesen Kaffee ist groß und die Nachfrage sehr hoch. Hoffentlich reicht der Kaffee aus, um allen Wünschen gerecht zu werden. Wir von der Martermühle möchten das Projekt gerne unterstützen und hoffen, dass wir Ihnen diesen Kaffee bald anbieten können. Wir finden, es ist ein tolles Projekt und möchten es gerne unterstützen. Wir gehen stark davon aus, dass der Kaffee so lecker schmecken wird wie die anderen Kaffees von der Plantage Lampocoy. Wenn Sie den Lampocoy-Kaffee noch nicht kennen, können Sie hier Ihren Kaffee kaufen: www.martermühle.de

Schwierige Witterungsverhältnisse für den Kaffee in Lampocoy

Guatemala ist bekannt als das Land des ewigen Frühlings. Dieses Jahr meinte es Petrus nicht allzu gut mit den Plantagenbewohnern. Durch Veränderungen in der globalen Zirkulation der Atmosphäre kämpften die Bewohner mit widrigen Witterungsbedingungen. Zuerst gab es einen verregneten Sommer, dann war es zu trocken und im Januar regnete es wie aus Kübeln. Gott sei Dank stabilisierten sich die Verhältnisse noch rechtzeitig.

Auf meiner Anfahrt nach Guatemala Lampocoy erlebte ich die schwierigen Bodenbedingungen. Die Anfahrt über die nicht geteerte Straße war spektakulär, obwohl das Wetter hervorragend war. Aus Erzählungen erfuhren wir, dass die Kaffeebauern diese Straße bei Dauerregen nicht befahren können. Wie transportiert man dann die geernteten Kaffeekirschen zur Aufbereitung? Das ist teilweise nicht möglich und sehr schade um die Ernte. Dieses Jahr klappte zum Glück alles, der Pergamino liegt zu großen Teilen bereits trocken im Lager.

Was ist Grand Cru Kaffee?

Die Bezeichnung Grand Cru bedeutet wörtlich genommen „großes Gewächs“. Sie kennen den Ausdruck sicherlich für Wein oder Schokolade, vielleicht sogar für Bier. Kaffee bezeichnet man so, wenn es sich um einen besonders guten Kaffee handelt. Der Lampocoy Grand Cru aus bioloischem Anbau erhielt den Preis der Europäischen Röstervereinigung (SCAE) und das beweist seine exzellente Qualität. Die Kosten für eine Bio-Zertifizierung und ein Siegel für Fair Trade sind zu hoch für die kleine Plantage. Trotzdem erfüllt sie die Bedingungen in besonderem Maße!

Als Grand-Cru-Kaffees bezeichnet man von Hand geerntete und selektierte Gourmet-Kaffeebohnen aus den besten Lagen. In den höheren Gebirgsregionen und unter besten klimatischen Bedingungen reifen die Kaffeekirschen langsamer. Dadurch entwickeln sie in aller Ruhe mehr Aroma. Die Grand-Cru-Kaffeebohnen entwickeln sich bei unserer sorgfältigen und schonenden Langzeitröstung zu einem wunderbar aromatischen Kaffee. Er verfügt über mehr Fülle und lang anhaltende Aromen. Die störende Kaffeesäure baut sich durch die längere Röstung weitgehend ab.

Bei Kaffeeliebhabern kristallisiert sich ein Trend heraus, der sehr an die Weinszene erinnert. Die Kunden möchten nicht irgendeinen Kaffee kaufen, sondern achten auf konkrete Herkünfte. Damit meinen sie nicht das einzelne Land, (das auf vielen Supermarktpackungen noch nicht einmal genannt wird), sondern vielmehr die genaue Lage. Es gibt mittlerweile einzelne Produzenten, die das Interesse der Kaffeekenner wecken. Der direkte Draht zum Kaffeebauern spielt deshalb eine wichtige Rolle. Der Fachhandel und die Kleinröstereien kennen immer mehr ihrer Lieferanten persönlich. Das ist eine schöne Entwicklung!

Wie schmeckt der Grand-Cru-Kaffee?

Das atlantische und kühl-feuchte Passatklimalässt den Kaffee Grand Cru in Guatemala-Lampocoy sehr langsam reifen und verleiht ihm so seinen tollen Geschmack. Hinzu kommen mineralreiche Böden und die sorgsame Pflege jedes einzelnen Strauches durch die Bauern. Von der Aufzucht bis zur Ernte kümmern sich die Plantagenarbeiter mit Hingabe um ihren Kaffee. All das fließt zusammen in das erlesene Geschmacksprofil.

Der Grand-Cru-Kaffee schmeckt in allen Facetten. Wir empfehlen die Zubereitung als Filterkaffee, da schmeckt er klar und elegant. In der French Press bleiben alle Bestandteile des Kaffees enthalten. Sie erhalten damit einen vollmundigen Kaffee, der durch die Schwebeteile und Kaffeeöle kräftiger erscheint. Wenn Sie die Gelegenheit haben, bereiten Sie ihn auf die Karlsbader Art zu: In der Königsdisziplin des Filterns entfaltet der Lampocoy Grand Cru sein volles Potenzial!

Spezialitäten-Mischungen beim Grand Cru Kaffee

Eines der Geheimnisse des Lampocoy-Kaffees besteht in den Mischungen der Varietäten. Die Kaffeebauern bauen traditionell die Sorten an, die gut gedeihen. Das beobachten die Plantagenbesitzer über Jahrzehnte hinweg. Bestimmte Varietäten bringen gute Erträge und entwickeln sich in den Mischkulturen mit Mais, Bananen und Gemüse hervorragend. So zum Beispiel Caturra, Bourbon, Catimor und Catuai.

Die Entwicklung der Kaffeemischungen geschieht langsam und behutsam. So versucht man, pilzresistente Sorten zu züchten, damit der Kaffeerost keine Chance erhält. Die Kaffeebauern experimentieren teilweise mit neuen Arabica-Sorten wie der Geisha und beobachten, was sich tut. Derzeit zeigen sie sich aufgeschlossen gegenüber neuen Aufbereitungsmethoden. Durch zwei neue Zelte erhalten sie die Möglichkeit, den Lampocoy Grand Cru trocken aufzubereiten. Als Lampocoy natural und als Lampocoy honey fermented. Vorerst produzieren sie sehr kleine Menge zum Testen, wir beobachten gespannt die Entwicklung.

Kaffee online kaufen ermöglich den direkten Handel

„Derzeit zahlen wir den Kleinbauern 45 % mehr, als die Kaffeekäufer am Wegesrand, die auf die Tagesernte warten,“ berichtet Dethlev Cordts. Damit zahlt er den Bauern deutlich mehr als denWeltmarktpreis. „Das verstehen wir unter sozialverträglich,“ fügt er hinzu. Er unterstützt die Schule und die Gesundheitseinrichtungen in Lampocoy mit Sach- und Geldspenden. Alle Spenden kommen zu 100 % den sozialen Zwecken im Projektgebiet zugute.

Ein soziales Projekt wie das in Lampocoy lebt von Glaubwürdigkeit und Transparenz. Dethlev veröffentlicht jedes Jahr alle Ausgaben in seinem Infobrief. Diesen finden Sie auf seiner Website www.cafecita.eu. Anhand der Aufstellung sehen Sie, wie viel Geld die Kaffeebauern für Ihre Kirschen erhalten, und zwar direkt auf die Hand. Ohne Zwischenhändler. Jeder kleine Handel wird dokumentiert, und sei es per Fingerabdruck. Indem Sie diesen Kaffee online kaufen, tragen Sie zu dem Projekt bei. Vielen Dank!

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