Reisebericht PachaMama

Reisebericht Peru - PachaMama

Tauchen Sie ein in die Welt des Kaffees – Dieses Mal geht es nach Peru in die Region Chanchamayo.

Wir lernten den PachaMama-Kaffee durch Walter Knauer und Michael Scherff kennen. Die beiden pflegen seit langem den direkten Kontakt zu den Kaffeebauern und leben einen großen Teil des Jahres vor Ort. Sofort begeistert von dem unvergleichlich guten Geschmack des PachaMama Kaffes, wollten wir mehr wissen. Wir wussten bereits, dass sich einzelne Farmer aus der großen Kooperative gelöst haben, um einen besseren Kaffee in Bio-Qualität zu produzieren. Diese Geschichte versprach nur Gutes.

Also habe ich nicht lange gezögert und bin nach Peru gereist. Ich wollte die Kaffeebauern persönlich kennenlernen und mir selbst ein Bild machen. Wie wird dieser leckere Kaffee produziert? Was ist sein Geheimnis?

Das Abenteuer beginnt

Alleine die Anfahrt war sehr spektakulär. Angekommen in Lima, hat uns gleich ein Erdbeben von der gewaltigen Natur überzeugt. Das ist hier in Peru ganz normal. Die Bewohner laufen alle auf die Straße und warten solange, bis das Beben vorbei ist. Dann gehen sie wieder ganz normal ihrem Alltag nach.

Mit dem Jeep ging es dann viele Stunden über Straßen, auf denen hier in Deutschland niemand fahren würde. Aber der Blick auf die unendlich schöne Natur entschädigte mich für jede Unbequemlichkeit. Ich freute mich allerdings schon sehr auf mein Bett und eine warme Dusche, das muss ich zugeben. Als wir dann endlich angekommen waren, ertappte ich mich als typischer Europäer: Denn hier war natürlich kein gemütliches Bett mit warmer Dusche, sondern vielmehr alles unfertig und provisorisch.

Was für eine andere Kultur! Alleine das ist schon eine Reise wert. Die äußeren Umstände wie Wohnungseinrichtung oder Dekoration sind den Menschen auf den Kaffeeplantagen unwichtig, aber deren Herzlichkeit ist nicht zu überbieten! Ein überwältigender Empfang hat mich sehr berührt. Extra für mich ein Festessen, das war schon eine besondere Ehre.

Eigentlich leben und essen die Peruaner hier oben auf den Bergen nur ganz einfach. Kartoffeln, Mais und Gemüse sind die häufigsten Zutaten. Wenn die Familien aber Gäste bewirten, soll es an nichts mangeln. Dann kochen sie Fleisch, eine seltene Delikatesse. Sie kümmern sich um ihren Gast mit einer Freundlichkeit, die tief von Herzen kommt.

Schnell ging es dann um das Thema, das hier jeden berührt: Kaffee!

Ich erzählte von unserer Arbeit in der Martermühle und zeigte Fotos. Die Kaffeebauern kennen keine Supermärkte oder Online-Shops. Sie wissen nicht, wie ihr Kaffee in Deutschland verarbeitet und angeboten wird. Ich sah in ihren Gesichtern großes Staunen, Begeisterung und Stolz. Das ist unser Kaffee? Toll!

Gerne zeigten mir die Plantagenbewohner alles, was ich sehen wollte. Vom Kaffeeanbau, der Ernte und Selektion per Hand, über die Aufbereitung bis hin zu ihren privaten Küchen und Lebensbedingungen. Alles war sehr offen und transparent. Berührungsängste kennen die Menschen hier auf der PachaMama Kaffeeplantage nicht. Sie sind sehr dankbar für alles, was wir für sie tun.

Sie wissen es zu schätzen, dass wir ihnen einen fairen Preis bezahlen. Denn so leben sie etwas besser und können zum Beispiel eine Schule finanzieren. Die Kinder sind sehr stolz darauf, zur Schule gehen zu dürfen. Sie tragen gerne ihre Uniform. Dies unterstreicht das Privileg und die Ernsthaftigkeit der Sache, eine gute Schulbildung ist in Peru nämlich nicht selbstverständlich. Auch die Körperhygiene wie das tägliche Zähneputzen lernen sie in der Schule. Dinge, die für uns selbstverständlich sind.

Ein Alltag für den Kaffee

Die Plantagenbewohner widmen ihr Leben ausschließlich dem Kaffeeanbau und der Familie. Luxus(probleme) wie Urlaub, Hobbys oder Autos kennen sie nicht. Sie leben in und mit der Natur. Das mag schön und idyllisch klingen. Aber Themen wie Altersvorsorge oder Krankenvorsorge kennen sie nicht. Das birgt Risiken, die wir uns nicht ausmalen möchten.

Der Alltag richtet sich nach dem Kaffee. In Erntezeiten arbeiten die Bauern rund um die Uhr, in ruhigeren Zeiten sammeln sie neue Kraft. Wenn Zeit ist, sitzen die Plantagenbewohner zusammen oder ruhen sich aus. Andere Interessen außer Kaffee und Familie haben sie nicht. Sie wissen, dass sie gute Arbeit leisten müssen, um ihren Lebensstandard halten zu können. Die faire Bezahlung bedingt erstklassigen Kaffee.

Alles in allem ein Leben, das nicht unterschiedlicher als das unsere sein kann. Die ganze Energie und Leidenschaft stecken die Menschen dort in ihren PachaMama – deshalb können wir hier solch einen guten Kaffee genießen!

Die Plantage Miguel Grau ist ein von der Natur bevorzugtes Fleckchen Erde in Peru. Gleichmäßige Sonneneinstrahlung, perfektes Klima, fruchtbarer Boden. Das sind optimale Bedingungen für einen hervorragenden Kaffee. Genauso wichtig ist die sorgfältige Ernte und die Aufbereitung. Die Verantwortlichen kümmern sich um den PachaMama von der Kirsche bis zur Verarbeitung bei uns. Nur so kann ein exklusiver Kaffee entstehen!

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