Angela Wowra | 08.01.2019

Wann Kaffee, wann Espresso?

Wann-Kaffee-wann-Espresso

Sind Sie eher der Kaffee- oder der Espressotrinker? Kennen Sie die Gründe dafür bzw. wissen Sie, warum das so ist? Liegt es an der Art der Zubereitung oder eher an den Kaffeebohnen? Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Getränke und nennen Ihnen die perfekten Bohnen dazu.

Was unterscheidet Espresso von Kaffee?

Zu allererst: Espresso und Kaffee stammen von derselben Kaffeepflanze ab und sind beides Getränke aus Kaffeebohnen. Allgemein gesagt besteht der Unterschied in der Zubereitungsart und der Dauer der Röstung. Es gibt Abweichungen und Spielarten, auf die ich später eingehe, denn erlaubt ist was gefällt bzw. schmeckt.

Für die klassiche Zubereitungsart eines Espressos benötigen Sie einen Siebträger oder Vollautomat. Die Maschine presst heißes Wasser unter Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl. Durch den Druck entsteht die Crema. Ein Espresso ist ein kleines Getränk, ca. 30 ml. Er dient darüber hinaus als Basis für verschiedene Milchmisch-Getränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato.

Die Bialetti, oder auch italienischer Herdkocher oder -kanne genannt, bereitet vielmehr einen starken Kaffee zu, denn sie produziert keine Crema. Die klassische Form der Kaffeezubereitung ist die Brühmethode mit anschließendem Filtern. Einen Kaffee trinkt man üblicherweise ohne Crema, aber inzwischen genießen viele Kaffeetrinker ihren Kaffee aus dem Vollautomaten und somit mit Crema. Sie sehen, hier haben wir schon die erste Ausnahme von der Grundregel.

Die Röstung macht den Unterschied

Die Röstdauer entscheidet darüber, ob ein Espresso oder ein Kaffee entsteht. Es sind dieselben Bohnen, die wir schonend und langsam rösten. Durch dieses traditionelle Röstverfahren bauen sich die unerwünschten Säuren ab und der Kaffee hat ausreichend Zeit, sein volles Aroma zu entwickeln. (Deshalb schmeckt er so gut!) Nach ca. 18-20 Minuten sind die Kaffeebohnen fertig geröstet für einen Kaffee.

Wenn wir einen Espresso rösten, bleiben die Bohnen noch ein paar Minuten länger im Röster. Dadurch werden sie dunkler und schmecken kräftiger. Optimal für einen Espresso oder Espresso-Kaffee. Dieser Ausdruck ist eigentlich ein Fantasie-Begriff. Denn entweder trinkt man einen Espresso oder einen Kaffee. Aber wie gesagt, gibt es davon viele Abweichungen. Darauf möchte ich näher eingehen:

Was ist ein Espresso Kaffee?

Heutzutage bieten Supermärkte Kaffeebohnen und gemahlenen Kaffee häufig als „Kaffee Espresso“ an. Sie vermischen die Begriffe, um die Kunden anzusprechen. Die Bohnen sind meistens stark geröstet, also streng genommen Espressobohnen. Aber natürlich können Sie mit ihnen auch einen Kaffee zubereiten, indem Sie einfach mehr Wasser dazugeben. Fachlich spricht man hier von einem Americano oder einem Verlängerten.

Schlechter geht es andersherum. Mit Kaffeebohnen schmeckt Ihnen der Espresso sicherlich zu dünn, denn die Kaffee-Röstung ist deutlich milder als beim Espresso. Für eine italienische Herdkanne eignet sich Kaffeepulver durchaus, das ist reine Geschmackssache. Wie oben erwähnt, erzeugt dieser Kaffeebereiter keinen Espresso, sondern einen Kaffee.

Wann trinkt man was?

Nicht nur in Italien lieben viele Leute einen Espresso nach dem Essen. Auch ein Cappuccino oder ein Kaffee rundet ein gutes Essen ab. In Italien trinkt man seinen Cappuccino nur vormittags, bei uns geht das durchaus auch nachmittags oder abends. Alles reine Geschmackssache. Wenn Sie einen Espresso bestellen, erhalten Sie ein kleines, starkes Getränk. Wissen Sie denn auch, woraus ein Cappuccino oder ein Latte Macchiato besteht?

Für unsere fleißigen Blogleser mag das selbstverständlich und inzwischen eine langweilige Frage sein. Jedoch wissen viele Kaffeetrinker nicht, dass die Grundlage eines Cappuccinos und eines Latte Macchiatos ein einfacher Espresso ist. Dieser wird mit der Zugabe von Milch zu dem beliebten Kaffeegetränk. Wenn Sie lieber einen klassischen Kaffee trinken möchten, lohnt sich die Nachfrage beim Kellner: Bekomme ich einen Filterkaffee, einen Kaffee aus der Stempelkanne oder einen Café Crema?

Espresso Kaffee – worin besteht der Unterschied?

Ein Café Crema kommt aus dem Siebträger oder Volltautomaten mit Druck, also mit Crema. Die Bohnen für einen Kaffee sollten Kaffeebohnen sein, sind aber oft auch Espressobohnen. Davon hängt es ab, ob Ihnen der Kaffee schmeckt. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Geschmäcker verschieden sind. Der eine liebt seinen kräftigen Kaffee aus Espressobohnen, der andere schwört auf einen Espresso aus mild gerösteten Kaffeebohnen. Wir können nur Richtwerte geben, schmecken und genießen dürfen Sie selber!

Ähnliche Unterschiede existieren bei den Vorlieben für Arabica- und Robusta-Bohnen. Der typische Espresso aus Italien kommt mit einem hohen Anteil aus Robusta-Bohnen daher. Die geben den kräftigen Geschmack, die Tiefe und die Crema. Die perfekte Bohne für einen guten Kaffee ist eine hochwertige Arabica-Qualität. Hier schmecken Sie das wunderbare Aroma und die Eleganz dieser Pflanze. Ein guter, schonend gerösteter Kaffee belohnt Sie mit einer Fülle von Aromen und einem wunderbaren Geschmack.

Zubereitung von Espresso

Die optimale Zubereitung eines Espressos gelingt Ihnen in einem Siebträger oder gutem Vollautomaten. Nehmen Sie ca. 8 g Espressopulver bzw. Espressobohnen. Heißes Wasser wird in in ca. 25 Sekunden mit hohem Druck durch das sehr fein gemahlene Kaffeemehl gepresst. Wichtig dabei ist die richtige Temperatur, eine saubere Maschine und erstklassiger Kaffee. Guten Espresso online gibt es gleich hier: www.martermuehle.de/espresso. Einen sehr guten Espresso erkennen Sie an seiner “Tigercrema”.

Zubereitung von Kaffee

Einen Kaffee brühen Sie normalerweise auf und filtern ihn anschließend. Das geht mit einem Papierfilter, einer Stempelpresskanne oder anderen Kaffeezubereitern. Für den perfekten Kaffee nehmen Sie nicht mehr kochendes Wasser (ca. 1 Liter auf 60 g Kaffeemehl) und gießen es intervallweise auf das Kaffeemehl. Achten Sie darauf, dass der Kaffee richtig gemahlen ist. Ansonsten läuft der Kaffee zu schnell oder zu langsam durch und schmeckt nicht so gut.

Sie können zum Aufbrühen auch Espressopulver nehmen, dann schmeckt der Kaffee stärker. Achten Sie auf den Mahlgrad und passen Sie gegebenenfalls die Wassermenge an. Feines Espressopulver erzeugt einen starken, evtl. auch zu bitteren Kaffee, denn das Wasser läuft sehr langsam durch. Probieren Sie es aus und testen Sie, was Ihnen schmeckt. Sicherlich schlagen einige Kaffee-Experten die Hände über den Kopf zusammen, wenn nicht alles perfekt abläuft. Aber trotzdem kann es Ihnen wunderbar schmecken!

Was ist besser Kaffee oder Espresso?

Durch die kurze Kontaktzeit mit dem Wasser lösen sich im Espresso weniger Bestandteile und die Säuren sind weniger stark ausgeprägt. Deshalb vertragen viele Leute einen Espresso besser als einen Filterkaffee. Andere bekommen schon beim Anblick dieses kleinen starken Getränks Herzrasen. Die Koffeinverträglichkeit ist genauso individuell verschieden wie der Geschmack. Auch das sollten Sie ausprobieren. Wir geben Ihnen Tipps und Anhaltspunkte, aber letztendlich kommt es auf Ihren persönlichen Geschmack an. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns!

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