Warum Kaffee Lust auf Sport macht

Zu müde, zu schlechtes Wetter, zu viel Arbeit: Eigentlich wollen wir Sport treiben, aber irgendetwas kommt immer dazwischen. Eine Tasse Kaffee kann uns den entscheidenden Kick geben.

„Heute Abend klappt es auf jeden Fall mit dem Laufen!“ Mit diesem Gedanken sind wir noch aus dem Bett gesprungen. Doch schon im Büro bemerken wir dunkle Wolken am Himmel. Zieht da etwa ein Gewitter auf? Wäre Joggen im Park da überhaupt zu verantworten? Nach Feierabend zu Hause angekommen, sind die Wolken wieder verschwunden, dafür zwickt es auf einmal im Rücken. Nein, so können wir unmöglich loslaufen beschließen wir, legen seufzend die Beine hoch und murmeln: „Aber morgen geht’s dann wirklich los!“.

Weltmeister im Aufschieben

Es bleibt ein großes Rätsel: Warum schaffen wir es so selten, unsere eigenen Vorsätze in die Tat umzusetzen? Oder anders formuliert: Wie kommt es, dass wir wissen, was uns wirklich guttäte, aber einfach nicht unseren Hintern hochbekommen? Unzählige Bücher versprechen eine Anleitung zur Zähmung unseres Schweinehunds und tatsächlich kennt die Psychologie heute viele gute Strategien. Doch manchmal hilft schon eine Kleinigkeit, damit wir endlich unsere Laufschuhe schnüren (oder die Badehose einpacken oder uns aufs Fahrrad schwingen). Und gerade wenn es um Sport geht, kann diese Kleinigkeit eine Tasse Kaffee sein.

Genauer gesagt: Das im Kaffee enthaltene Koffein. Indem der Wirkstoff unser Nervensystem anregt, fühlen wir uns gleich wacher, energiegeladen, tatendurstig. Im Büro nutzen viele von uns diesen Effekt als Rettung aus dem Nachmittagstief. Der kleine Koffein-Kick gibt uns den einen Schub, um uns wieder an die Arbeit zu machen. Genauso können wir den Kaffee auch als den entscheidenden Anstubser nutzen, der uns zum Sport motiviert. „Wenn ich nach dem Mittagessen eine Tasse getrunken habe, fällt es mir viel leichter, mich zum Nachmittagstraining aufzuraffen“, sagt Biathlon-Trainer Fritz Fischer. Für ihn ist der Kaffee am Nachmittag längst Ritual.

Kaffee-Profis

Damit ist er unter Profi-Sportlern alles andere als allein. Im Gegenteil: Koffein gilt als beliebtestes legales Wirkmittel unter Athleten. Einer Studie zu Folge wiesen zwei Drittel von rund 20.680 Sportlern in olympischen Disziplinen Koffein im Urin auf. Am häufigsten nutzten Triathleten, Rennradfahrer und Ruderer den Extra-Energie-Schub. Weltweit gesehen ist Koffein aus wissenschaftlicher Sicht sogar die am häufigsten konsumierte pharmakologisch aktive Substanz überhaupt.

Aber was genau passiert da in unserem Körper, wenn wir eine Tasse Kaffee trinken? Wie genau regt Koffein unser Nervensystem an? Sein Erfolgsgeheimnis besteht vor allem darin, dass es die Blut-Hirn-Schranke im Nu passiert und so in Rekordzeit auf das Nervensystem wirken kann. Konkret kurbelt es die Produktion beflügelnder Stoffe wie Noradrenalin oder Dopamin an. Der Trick: Koffein ist ganz ähnlich aufgebaut wie der Botenstoff Adenosin. Dessen Aufgabe wiederum besteht darin, unserem Körper zu signalisieren, dass wir müde sind – eben indem er die Ausschüttung von Noradrenalin, Dopamin und Co. bremst. Koffein wiederum arbeitet als Gegenspieler des Adenosins. Indem es die Andockstellen des Adenosins belegt, ohne sie zu aktivieren, signalisiert es unseren Nervenbahnen quasi: Weiter „Feuer frei“ für die Wachmacher Noradrenalin, Dopamin und Co. So gilt als sicher: Koffein, und damit Kaffee, erhöht die Reaktionszeit und die geistige Leistungsfähigkeit müder Personen.

Heiliges Ritual

Und genau diesen Effekt können wir für uns nutzen, wenn wir mal wieder mit uns ringen: Sollen wir jetzt wirklich ins Fitnessstudio gehen oder doch lieber auf der Couch liegen bleiben? Gut möglich, dass eine Tasse Kaffee unsere müden Sportsgeister wachrüttelt. Und wenn der Kaffee (oder auch Espresso) vor dem Sport vielleicht sogar zum Ritual wird, kann ein weiterer Effekt entstehen. Wenn wir die Kaffeemaschine anschmeißen oder den Handfilter vorbereiten, weiß unser Körper: bald beginnt das Sportprogramm. Und wenn wir dann einmal mit dem Training losgelegt haben, profitiert er auf weitere Weise. Denn Koffein reduziert das Erschöpfungsgefühl deutlich und macht Anstrengungen erträglicher.

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Wer also seinem Schweinehund endlich Beine machen möchte, kann es auf jeden Fall mit Kaffee probieren. Umso besser, wenn der dann dank schonender Röstung auch noch wunderbar schmeckt. So wie zum Beispiel die „Aßlinger Biomischung“ der Kaffeerösterei Martermühle. Ein lieblich-würziger Kaffee mit Bohnen aus Peru und Bolivien mit mittlerer Intensität: „Aßlinger Biomischung“

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