Cascara – Abfallprodukt oder Getränk mit Zukunft?

Bei der Aufbereitung von Kaffee trennen die Kaffeebauern das Fruchtfleisch von der Kaffeebohne, um an die Kaffeekirsche zu kommen. Das Fruchtfleisch, Cascara genannt, entsteht demnach bei der Produktion von Kaffee. Es ist lange kein Abfallprodukt mehr, sondern ein vielfältiger Rohstoff.

Die Kaffeebauern nutzen das Fruchtfleisch als Dünger auf der Kaffeeplantage, zur Beheizung und als Lebensmittel. Cascara ist ein wertvolles Gut. In den Kaffee-Anbauländern trinken die Einheimischen seit Jahrhunderten den Kaffeekirschentee, nun erobert das Getränk hierzulande immer mehr Kaffeebars und Cafés. Heiß als Energiespender mit herber Note oder als kühle Erfrischung mit Eiswürfeln. Teetrinker, Kaffeeliebhaber und Freunde von Saftschorlen oder Früchtetees lieben das Getränk.

Wie entsteht Cascara?

Cáscara heißt auf Spanisch Hülle. Der Name beschreibt die Herkunft des Getränks, denn das Fruchtfleisch umhüllt die Kaffeebohne. Die Verarbeitung von Cascara erfolgt auf der Kaffeeplantage, häufig nach "natural Art". Die Bauern breiten die Kaffeekirschen nach der Lese im Freien zum Trocknen aus. Häufiges Wenden ist wichtig, damit sie gleichmäßig trocknen. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen. Anschließend werden die Bohnen mechanisch von dem getrockneten Fruchtfleisch gelöst.

Durch den Aufguss von Wasser wird Cascara zu einem stark koffeinreichen Teegetränk. In Arabien trinken die Menschen Cascara seit Jahrhunderten – traditionell mit Ingwer, Zimt und viel Zucker. Für Kaffeeländer wie den Jemen, Bolivien oder Panama ist Cascara alles andere als ein Modegetränk. Sie tranken den Kaffeekirschen-Tee, lange bevor sie anfingen, die Bohnen zu rösten. Die hygienischen Bedingungen sind essentiell, Cascara-Farmen müssen absolut sauber und professionell arbeiten.

Wie trinkt man Casara?

Heutzutage ist der Kaffeekirschentee ein Trend-Getränk und kein "Kaffee der armen Leute" mehr.
Die Zubereitung: Gießen Sie etwa fünf Esslöffel (25g) mit einem Liter nicht mehr kochendem Wasser auf und lassen ihn mindestens vier Minuten ziehen. Es darf ruhig länger sein. Sogar kalt lässt er sich ansetzen. Die Mengen können Sie je nach Geschmack variieren.

Sie können den Cascara heiß als Tee trinken, mit Milch und Zucker oder ohne. Mit Zitrone, Zitronenlimonade und/oder Eiswürfeln entsteht ein wunderbares Erfrischungsgetränk. „Cascara Fizz" nennt man den Kaffeetee mit Tonic Water. Sehr erfrischend schmeckt er so:

  • 500ml Cascara
  • 250ml Sprudel
  • Saft einer halben Zitrone
  • nach Wunsch süßen
Themen: Kaffeebohnen
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