Angela Wowra | 27.09.2018

Hilft Kaffee gegen Wespen?

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Nicht nur wir Menschen scheinen dem Kaffee verfallen zu sein. Auch Bienen und Wespen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes darauf. Eine Studie zeigt, dass Insekten Nektar mit der anregenden Substanz Alternativen ohne Koffein vorziehen. Dabei bleiben sie der koffeinhaltigen Nahrungsquelle lange treu und konzentrieren sich auf diese Blumen. Ein Trick der Natur, um die Bienen an sich zu binden.

Koffein ist ein Naturprodukt

Wo kommen Bienen und Wespen mit Koffein in Kontakt? Nicht nur die Kaffeepflanze, sondern viele andere Pflanzen besitzen koffeinhaltige Blätter. Das ist ein Schutz gegen Fressfeinde, da die bitteren Blätter nicht gut schmecken. Man entdeckte Koffein auch in geringer Konzentration im Nektar der Pflanzen. Das ist ein Trick, denn die Pflanze erreicht ihre Bestäubung ohne großen Energieaufwand. Und das funktioniert so:

Die Beziehung zwischen Pflanzen und Insekten beruht auf Kooperation. Die Pflanze lockt die Tierchen mit ihrem Duft oder ihrer Farbe an, damit diese die Blütenpollen zu anderen Blüten transportieren und sie damit bestäuben. Auf diese Weise ermöglicht sie die Fortpflanzung. Besonders Wilblumen gefallen den Insekten gut. Das mit dem Nektar aufgenommene Koffein wirkt bei den Insekten wie eine Droge. Sie bewerten die Qualität der Futterquelle besser als sie ist. So schlau ist die Natur.

Schon ältere Studien zeigen, dass Koffein eine besondere Wirkung auf Bienen hat. Die Tiere lernen unter dem Einfluss von Koffein besser und prägen sich bestimmte Düfte besser ein. Vermutlich, weil Koffein eine Art Belohnungssystem im Gehirn aktiviert. Kein Wunder, geht es uns Menschen doch ähnlich. Das klingt für uns lustig, aber für die Bienen stellt es ein Problem dar. Sie konzentrieren sich zu stark auf die Koffein-Futterquelle mit oftmals nur mittelmäßiger Qualität.

Wespen als nützliche Insekten

Wir wissen alle, dass Bienen wichtig für den Erhalt unserer Umwelt sind. Aber wie ist das mit Wespen? Die sind doch nur nervig und völlig unwichtig, oder? Das stimmt so nicht. Wir brauchen Wespen für die Bestäubung von Pflanzen ebenso wie Bienen. Sie fliegen nämlich bevorzugt Blumen an, die Hummeln oder Bienen nicht anfliegen. In Bayern gibt es übrigens empfindliche Geldstrafen, wenn man Wespen ohne vernünftigen Grund quält oder tötet.

Wespen sind nicht angriffslustig. Sie stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen oder ihren Bau verteidigen. Sie kommen bei uns in verschiedenen Arten vor, die wenigsten davon können uns durch ihre Stiche gefährlich werden. Wespen unterscheiden sich zum Beispiel darin, wie sie ihre Nester bauen und wie beständig ihre Völker sind. Die meisten Wespen leben alleine und ohne Volk. Sie fallen kaum auf, wenn sie im Garten Nahrung suchen.

Mögen alle Wespen Kaffee?

Die Kurzkopfwespen kennen wir als klassische "Kaffeetafel-Wespen". Auf der Suche nach Zucker treten sie in großen Mengen auf und stürzen sich auf jeden Kuchen, den sie finden. Auch Obst, Schlagsahne und vor allem Fleisch stehen auf ihrem Speiseplan. Ihre Vorliebe für Fleisch birgt den großen Vorteil, dass sie Mücken als Eiweißquelle für ihren Nachwuchs brauchen. So wandelt sich der nervige Wespen-Nachmittag zu einem entspannten Abend ohne Mücken.

Um lästige Wespen so gut wie möglich fernzuhalten, sollten Sie die Tiere von dem Aufenthaltsort abschrecken. Clever ist, wer sie zu einer entfernt liegenden Stelle lockt. Es gibt Wespenvölker in Erdlöchern, die bei Störungen (zum Beispiel durch Gartenarbeit oder spielende Kinder) mit Angriff reagieren. Die Tiere sehen schlecht und orientieren sich an den Duftfahnen von Obst und Kuchen. Ihr Flug sieht etwas hektisch aus, was manche als Aggressivität deuten.

Wissenswertes zu Hornissen und Wespen

Hornissen gehören zu den sogenannten echten Wespen. Sie sehen aufgrund ihrer Körpergröße gefährlich aus, sind aber die gutmütigsten Vertreter unter den Wespen. Sie sind eher scheu und passiv. Hornissen fressen andere Insekten und andere Wespenarten, aber keinen süßen Kuchen. Dadurch besteht grundsätzlich kein Grund zur Sorge. Kaffeeduft lockt sie nicht an, trinken Sie also in aller Ruhe Ihre Tasse Kaffee.

Sollten Sie ein Wespennest in Ihrem Haus oder Garten entdecken, halten Sie zunächst Abstand. Wenn Sie den Bereich des Gartens nicht betreten müssen, warten Sie am besten bis zum Herbst. Dann verschwindet das Volk von selbst. Im Freien halten sich die Völker meist bis zu den ersten Nachtfrösten. Sollte das Nest zu nah an Ihrem Wohnbereich sein, rufen Sie ausgebildete Schädlingsbekämpfer.

Hilft Kaffee gegen Wespenstiche?

Nein. Es sei denn, sie nehmen gefrorene Kaffee-Eiswürfel. Versuchen Sie bei einem Wespenstich als erstes, den Stachel zu entfernen (falls vorhanden) und kühlen Sie die Stelle. Sollte sich der Stich im Mund- oder Rachenraum befinden, versuchen Sie ihn zu kühlen. Eiswürfel eignen sich dafür gut, auch ohne Kaffee-Anteile. Oder kaltes Wasser. Fahren Sie sofort zu einem Arzt oder ins Krankenhaus. Das Anschwellen des Stiches kann zu Atemnot und Ersticken führen!

Kaffee gegen Wespen – ein paar Tipps:

  • Das perfekte Ablenkungsmanöver: Bieten Sie den Tieren in fünf bis zehn Metern Entfernung eine Ablenkfütterung an. Überreife Früchte eignen sich sehr gut. Locken Sie nicht mit Marmelade oder Honig, denn das macht die Tiere aggressiv
  • Alte Hausmittel wirken Wunder: Gegen Wespen helfen Basilikum oder mit Nelken versehene Zitronen oder Orangen. Ätherische Duftöle in dieser Richtung vertreibt die Wespen vom Tisch.
  • Frisch geschnittener Knoblauch, Salmiak, Tomaten, Basilikum und Räucherstäbchen halfen schon oft. Auch Kaffeesatz mögen Wespen nicht. Probieren Sie es aus!
  • Achtung: Trinken Sie nicht direkt aus einer Flasche. Decken Sie Speisen und Getränke ab.
  • Entfernen Sie Speisereste und Getränkerückstände aus dem Gesicht (Wichtig bei Kindern)
  • Verhalten Sie sich ruhig. Schlagen Sie nicht nach den Tieren und pusten Sie sie nicht an. Das Kohlendioxid in Ihrem Atem versetzt die Wespen in Alarmbereitschaft.
  • Tragen Sie im Garten Schuhe, damit sie nicht auf Wespen oder Bienen treten
  • Benutzen Sie kein starkes Parfüm, die gelb-schwazren Tiere reagieren manchmal gereizt auf  Düfte
  • Tragen Sie keine grellen bunten Farben, das zieht Insekten an. Kleiden oder decken Sie Ihren Tisch zum Beispiel in Weiß, das mögen die Wespen nicht

Unser besonderer Tipp: Wie funktioniert Kaffee gegen Wespen?

Geben Sie Kaffeepulver in ein Gefäß, zünden Sie ein Streichholz an und stecken es hinein. Manche sagen, es riecht nach frisch aufgebrühtem Kaffee. Probieren Sie es aus. Auf alle Fälle hält es die Wespen fern. Der Qualm schreckt die Wespen ab. Das Kaffeepulver glimmt lediglich und es entsteht keine Flamme. Das funktioniert ca. ein bis zwei Stunden, dann müssen Sie wieder ein neues Streichholz anzünden.

Damit Sie keine Brandflecken produzieren, legen Sie das Kaffeepulver zum Beispiel auf ein Metallblech. Gut geeignet sind Aschenbecher oder alte Töpfe, die hitzebeständig und leicht aufzustellen sind. Nehmen Sie kein Porzellan, das könnte durch die Hitze springen. Stellen Sie das Kaffeepulver an einer geeigneten Stelle auf. Beachten Sie dabei die Windrichtung, ein leichter Qualmgeruch lässt sich oft nicht vermeiden.

Unser Martermühle-Kaffee ist viel zu schade zum Verbrennen. Nehmen Sie ruhig schlechteren Kaffee gegen Wespen, denn Wespen ist die Qualität des Kaffees egal. Für Ihren Trinkgenuss achten Sie jedoch auf gute Qualität. Einen hochwertigen, leckeren Kaffee kaufen können Sie gleich hier bei uns im Online-Shop: www.martermuehle.de/kaffee

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