Moni Grasser | 12.10.2017

Die 7 häufigsten Fehler bei der Kaffeezubereitung

kaffee-kochen

Kaffee kochen kann doch jeder? Das denken Sie. Wahr ist jedoch, dass auf dem Weg zu einer Tasse des beliebten Getränks eine menge Stolpersteine warten. Die folgenden Dinge müssen Sie beachten, damit der Kaffee Ihnen nicht wortwörtlich bitter aufstößt.

Auf den ersten Blick haben Sie alles richtig gemacht. Und dennoch kann es sein, dass der Kaffee nicht so schmeckt, wie erwartet oder gewohnt. Warum er nicht schmeckt, ist oftmals schwer zu sagen. In den meisten Fällen liegt es nicht an der Kaffeesorte, sondern an der Zubereitung.

Wissen Sie, dass man Kaffee zum Aufbrühen von Kaffee kein kochendes Wasser benutzen sollte? Oder warum eine teure Maschine auch keine Garantie für guten Kaffee ist? Vermeiden Sie die typischen Fehler beim Kaffeekochen - und Sie werden jedem Café auf der Welt Konkurrenz machen.

Hier die 7 häufigsten Fehlerquellen bei der Kaffeezubereitung:

1. Kaffee kochen mit „minderwertigen“ Bohnen

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist so hoch wie nie. Immer mehr Konsumenten entscheiden sich zum Beispiel für Honig aus der Region oder Premium-Olivenöl und interessieren sich sehr für Inhalts- und Zusatzstoffe. Für gute Qualität wird dementsprechend gerne deutlich mehr bezahlt. Dies gilt auch für guten Kaffee. Sogenannter "Premiumkaffee" gilt als absolutes Spitzen-Produkt, das qualitative Hochwertigkeit verspricht.

Natürlich wollen wir alle hier und da ein Schnäppchen machen, aber besser nicht bei Kaffeebohnen. Denn egal wie kunstfertig Sie Ihren Kaffee zu Hause kochen - billige Kaffeebohnen führen zu schlecht schmeckendem Kaffee. Bei der sogenannten "Turboröstung" welche auch „industrielle Röstung“ genannt wird, werden die Bohnen bei großer Hitze innerhalb einer kurzen Zeitspanne geröstet. Hierbei tritt der „Filet-Effekt“ auf: Außen ist alles schön braun, dafür aber innen fast noch roh.

Nur in vollständig durchgerösteten Bohnen kann sich das volle Aroma entwickeln und magenreizende Gerbsäuren, welche sich im Rohkaffee befinden, werden abgebaut. Offensichtlich ist dieses Verfahren natürlich deutlich aufwendiger und erklärt damit teilweise den höheren Preis. Für diesen erhalten Sie aber auch einen Kaffe, welcher nicht nur besser schmeckt sondern auch weitaus bekömmlicher ist.

2. Die Heizplatte: Wenn der Kaffee steht und steht...

Der gute, alte Filterkaffee erlebt schon seit Längerem ein Comeback bei der Kaffeezubereitung. Mittlerweile sehr gute Filterkaffeemaschinen erhältlich, welche auch die Wassertemperatur optimal regeln. Allerdings sollten Sie den Kaffee nicht auf der Heizplatte der Maschine "lagern". Der pH-Wert des Kaffees fällt dadurch mit der Zeit, und er wird bitter.
Abhilfe schafft da eine Filterkaffeemaschine mit integrierter Thermoskanne. So bleibt der Kaffee nicht nur warm, sondern auch aromatisch

3. Schlechte Wasserqualität beim Kaffeekochen

Ob Ihr Kaffee schmeckt oder nicht hängt unter anderem auch von der Güte des Brühwassers ab. Wenn bei Ihnen hartes Wasser aus der Leitung rinnt, eignet sich zum Beispiel gutes Mineralwasser. Der Kalkgehalt im Mineralwasser ist in der Regel niedriger als im Leitungswasser. Alternativ kann man einen Wasserfilter zum Entkalken des Wassers benutzen. Zu weich sollte das Wasser aber auch nicht sein, denn sonst kann es sein dass der Kaffee  geschmacklos bleibt und kein Aroma entwickelt. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Leitungswasser zu weich ist, machen Sie einen schnellen Test mit Wasserhärte-Teststreifen. Damit lässt sich innerhalb weniger Sekunden der Härtegrad Ihres Wassers bestimmen. 

4. Kaffee „kochen“

So widersprüchlich es zunächst auch klingt: Viele Kaffeeliebhaber begehen den Fehler, den Kaffee im wahrsten Sinne des Wortes zu „kochen“. Jedoch ist eine Temperatur zwischen 93 und 95°C für ein gutes Ergebnis absolut ausreichend. Die einfachste Methode, diese Temperatur zu erreichen ist das Wasser nach dem Kochen etwa zwei Minuten im Wasserkocher zu belassen. Ansonsten besteht die Gefahr, die Aroma-Stoffe im Kaffee zu verbrennen. Es würde ein ungewollt bitterer Geschmack entstehen.

Dieser Fehler geschieht zumeist beim manuellen Aufbrühen des frisch gemahlenen Kaffees im Filter, der Chemex oder der Aeropress. Bei modernen Filterkaffeemaschinen, Siebträger und Kaffeevollautomaten besteht diese Gefahr nicht, sie regulieren in den meisten Fällen automatisch die Temperatur des Brühwassers. Oder es besteht zumindest die Möglichkeit, diese am Gerät nach den eigenen Wünschen zu konfigurieren.

Übrigens: Ist die Wassertemperatur zu niedrig, wird der Kaffee sauer schmecken.

5. Alte Bohnen und schlechte Aufbewahrung

Je älter das Kaffepulver oder die Bohnen sind, desto mehr Aroma haben sie in der Zwischenzeit verloren und desto geschmackloser wird der Kaffee. Für den perfekten Genuss sollte man immer frisch gerösteten Kaffee verwenden. Der Kaffee sollte auf keinen Fall älter als 3-6 Monate sein. Danach baut sich das Aroma immer schneller ab. Der Kaffee ist zwar auch nach dieser Zeit genießbar, aber viel vom Aroma wird verloren sein. Am einfachsten ist es, ihn immer wieder in kleineren Mengen einzukaufen.

In einer gut verschlossenen, aromadischten Dose ist Ihr Kaffee am besten gelagert. Dies gilt ganz besonders, wenn Sie Ihren Kaffee im Kühlschrank lagern. Kaffee verliert nicht nur leicht Aromen, er nimmt auch sehr schnell andere auf.

Kaffee soll zwar kühl, trocken und dunkel gelagert werden, dennoch schadet der Kühlschrank dem Kaffeearoma. Die schwarze Bohne ist ein Aroma-Magnet und daher sehr anfällig, Geruchsstoffe anzunehmen. Da im Kühlschrank  typischerweise viele Fremdgerüchezu finden sind, sollte man Kaffee hier lieber nicht aufbewahren. Sie laufen ansonsten Gefahr, dass er Aromen von Käse oder kaltgestellter Lasagne aufnimmt und nicht mehr schmeckt.

6. „Teure Maschine“ bedeutet nicht gleich „guter Kaffee“

Wer richtig guten Kaffee trinken will, muss nicht mehrere hundert Euro in eine teure Maschine investieren. Auch die gute alte Zubereitungsart mit dem klassischen Keramik-Filter macht leckeren Kaffee. Auf die Bohne kommt es an!

Es gibt ein paar Kriterien, an denen Sie gute Röstungen erkennen können:

  • Die Bohnen glänzen nicht ölig
  • Die Rohbohnen einer Sorte sind ungefähr gleich groß
  • Sie sind nicht verbrannt
  • Gute Bohnen riechen nicht nur nach Röstaroma
  • Sie erfahren auf Nachfrage das Röstdatum
  • Gute Bohnen haben einen bestimmten Geschmack


Suchen Sie sich Ihre Lieblingsbohne in der Kaffeerösterei Ihres Vertrauens aus und investieren Sie in eine gute Kaffeesorte. Bei der Kaffeeauswahl sollte nicht nur der Preis entscheiden. Gute Bohnen sind die Essenz für guten Kaffee. 

7. Kaffee kochen mit unreinen Maschinen

In Kaffee finden sich ätherische Öle. Frisch gerösteter Kaffee ist deshalb besonders aromatisch. Jedoch treten mit der Zeit die Öle aus dem Kaffee aus. Ist der Kaffee sehr dunkel geröstet, kann dies schon nach wenigen Stunden geschehen.

Verunreinigte Kaffeemühlen und Vollautomaten können auch ein Grund sein, dass der Kaffeegenuss mit der Zeit nachlässt. Die Öle setzen sich in den Maschinen ab und über die Zeit werden sie ranzig. Es empfiehlt sich deswegen die Mühle und den Vollautomaten etwa alle 2-3 Monate zu reinigen. Deshalb lohnt es sich schon beim Kauf des Gerätes auf eine einfache Reinigung zu achten. 

Und...?

Haben Sie auch schon den einen oder anderen Fehler begangen? Oder waren Sie schon ein Vollprofi in Sachen Kaffeekochen? Wie dem auch sei: Allzu oft sind es nur Details, die über Erfolg oder Misserfolg beim Kochen von Kaffee entscheiden. Behalten Sie diese Details im Auge, und Sie werden stets geschmackvollen Kaffee genießen!

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