Kaffee zubereiten auf Reisen: 6 Zubereitungsarten für unterwegs

Kaffee kochen auf Reisen ist gar nicht so einfach. Outdoor-Touren, Camping im Grünen oder eine Woche Badeurlaub – guter Kaffee darf dabei nicht fehlen.

Erbarmungslos knallt die Sonne auf das Zelt, bis es nicht mehr auszuhalten ist im Schlafsack. Zeit aufzustehen. Und vor allem: Endlich den Morgenkaffee genießen! Und da nimmt das Elend des koffeinliebenden Campers seinen Lauf: Eine Kaffeemaschine gibt es nicht, der Espresso-Vollautomat ist auch nicht in der Nähe. Was also tun, damit der Start in den Tag mit ungetrübtem Kaffeegenuss losgehen kann? 

Der Durchschnittsdeutsche konsumiert jährlich 160 Liter des beliebten koffeinhaltigen Heißgetränks – und will selbst im Urlaub nicht darauf verzichten. Kreative Existenzgründer und die Outdoor-Industrie basteln schon länger an mobilen Möglichkeiten der Kaffeezubereitung. So wird mittlerweile auch in der Küche der Ferienwohnung oder im Vorzelt auf dem Campinglatz auf verschiedenste Weise gefiltert, geschäumt oder gebrüht. 

Guten Camping- und Urlaubskaffee zu zaubern, kann zu einer schwierigen Aufgabe werden. So manch ungenießbare Tasse fällt zu Lasten des Geschmacks auf und verzweifelt wagt man sich an Instant-Kaffee heran. Andere versuchen ganz auf den morgendlichen Kaffeegenuss zu verzichten. Aber so weit muss es nicht kommen! 

Hier unsere 6 besten Zubereitungsarten für Kaffee auf Reisen:

 

1. Im Urlaub Kaffee zubereiten mit der Aero Press

Zu den vielseitigsten Kaffeebereitern gehört zweifellos die Aero Press, die speziell für die mobile Kaffeezubereitung konzipiert wurde. Sie ist einfach in der Bedienung, leicht und kompakt in der Größe. Das Besondere: Sie entlockt dem Kaffee feinste Aromen durch das Immersionsprinzip und die Mikro-Filtertechnologie. Mit der Aero Press können Sie viele Faktoren, die den Kaffeegeschmack beeinflussen, leicht variieren: Mahlgrad, Kaffeemenge, Brühtemperatur und Brühdauer.

 

Zubereitung:

Brühen Sie Wasser auf dem Gaskocher (oder im Wasserkocher) und setzen Sie in der Aero Press den Mikrofilter ein. Er hält selbst feine Partikel auf. Anschließend befüllen Sie den Stutzen erst mit Kaffeepulver und danach mit heißem Wasser. Nun setzen Sie den oberen Stutzen ein und drücken ihn nach geringer Brühzeit langsam herunter. Jetzt wird das Wasser durch das Kaffeemehl gepresst.

Die Zubereitung mit der Aero Press ist einfach und das Ergebnis überzeugt – optisch und geschmacklich. Sie drücken den Kaffee direkt in die Tasse und nach nur einer Minute haben Sie einen Urlaubskaffee, der jeden Kaffeefan überzeugt.

 

  

2. Kaffee zubereiten auf Reisen: Mit Kanne und Filter

Mit dem Handfilter können Sie unterwegs schnell und einfach Ihren Kaffee zubereiten. Keine andere Zubereitungsmethode beeinflusst so präzise die Stärke und das Aroma. Wer lieber einen fein-fruchtigen Geschmack mag, für den ist der Handfilter perfekt. Verwenden Sie besser helle Röstungen - sie haben mehr Aroma. Wenn Ihr Filterkaffee schokoladig-rund oder nach Karamell schmecken soll, wählen Sie am besten eine etwas dunklere Röstung. Fragen Sie in der Kaffeerösterei Ihres Vertrauens nach oder informieren Sie sich bei uns online www.martermuehle.de.

 

Zubereitung:

Wasser auf dem Gaskocher aufkochen und etwa 50 Sekunden bei offenem Deckel ruhen lassen. Während sich das Wasser erhitzt, den Filter auf der Kanne platzieren und den Papierfilter hineinsetzen. Dann pro Liter gewünschten Kaffees 60 Gramm Kaffeepulver in den Papierfilter füllen. Für das Zubereiten einer Tasse à 200 Milliliter benötigen Sie also 12 Gramm. Füllen Sie langsam das Wasser in den Filter ein – am besten kreisförmig von innen nach außen. Fertig!

 

 

3. Kaffee mit der French Press zubereiten

Die French Press oder auch Stempel(press)kanne genannt, ist in der Anschaffung eine der günstigsten unter den Zubereitungsarten. Viele von uns kennen die French Press noch aus Studentenzeiten, wo wir die unkomplizierte Art der Kaffeezubereitung liebten. Wer unterwegs nicht auf einen kräftigen, vollen Kaffee verzichten möchte, ist mit dieser Methode der Zubereitung auf der sicheren Seite. 

Wir brauchen keinen Papierfilter und produzieren auch keinen Müll. Im Gegensatz zum Handfilter bleiben bei der Zubereitung mit der French Press mehr Fette und Öle im Kaffee enthalten. Diese können nicht wie beim Handfiltern im Filterpapier hängenbleiben. So bekommt der Kaffee geschmacklich mehr Fülle.

 

Zubereitung:

Wasser auf dem Gaskocher (oder im Wasserkocher) aufkochen und kurz bei offenem Deckel ruhen lassen. Am besten verwenden Sie grob gemahlenes Kaffeemehl – so in etwa wie Meersalz. Dann pro Liter gewünschten Kaffees 50-60 Gramm Kaffeepulver in die Stempelkanne füllen, Wasser aufgießen und umrühren. Setzen Sie das Presssieb/den Stempel auf und warten 3-5 Minuten. Je nach gewünschter Intensität drücken Sie den Stempel dann vorsichtig hinunter. Wer den Geschmack stärker oder milder mag, kann gerne mit den Mengen experimentieren.

 

 

4. Mokka aus dem Cezve zubereiten

Ein Mokka verbindet nicht nur Freundschaft, er offenbart eine Geschichte und eine jahrhundertalte Kultur. Die türkische Variante ist die älteste Zubereitungsmethode und einfach in der Anwendung – daher gut geeignet für unterwegs. 

Der Blick über den Tellerrand ist manchmal einer in den Cezve, die kleine Kaffeekanne aus Messing oder Kupfer. Sollten Sie keinen Cezve in Ihrem Reisegepäck haben, verwenden Sie eine beliebige Tasse für die Zubereitung. Beachten Sie, dass das Kaffeepulver so fein sein muss wie Mehl.

 

Zubereitung:

Wasser auf dem Gaskocher (oder im Wasserkocher) aufkochen und kurz bei offenem Deckel ruhen lassen. Für eine Tasse Mokka nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel Kaffeepulver, geben Zucker dazu und verrühren beides miteinander. Bevorzugen Sie einen süßen Mokka nehmen Sie zwei Teelöffel Zucker. Wenn Sie den puren Mokkageschmack bevorzugen, verzichten Sie auf Zucker.

Nun fügen die Wassermenge entsprechend einer Tasse Mokka hinzu und verrühren Sie alles kräftig mit dem Kaffeepulver und Zucker. Der Mokka wird aufgekocht, vom Feuer genommen und ein zweites Mal aufgekocht. Der Mokka ist fertig, sobald sich ein Schaum bildet und nach oben steigt.

Tipp: Schwarz mit Zucker und Kardamom trinken!

 

 

5. Kaffee im Urlaub zubereiten mit dem Espressokocher 

Wer Kaffee und Espresso liebt, wird diesen kleinen Kaffeezubereiter mit auf die Reise nehmen. Im Handumdrehen verleiht er einen Hauch von südländischem Flair und sorgt auch unterwegs für uneingeschränkten Kaffeegenuss. Der klassische Espressokocher besteht aus drei Teilen: Dem Kannenoberteil mit der Gießtülle, dem Kessel für das Wasser und dem Trichtereinsatz. Alles was man noch dazu braucht, ist eine Herdplatte, einen Gaskocher oder eine Feuerstelle.

 

Zubereitung:

Wasser in den Kessel geben bis zum Sicherheitsventil geben, Kaffeepulver in den aufgesetzten Trichter geben, Oberteil aufsetzen und zusammenschrauben. Alles zusammen erhitzen. Wenn das Wasser im Kessel anfängt zu verdampfen, entsteht ein Überdruck. Das heiße Wasser drückt nun durch das Kaffeepulver in das Steigrohr. Das Kannenoberteil hat ein festes Sieb an der Unterseite, welches den Kaffee vom Kaffeesatz filtert. Der gefilterte Kaffee steigt im Steigrohr auf und fließt in die Kanne des Espressokochers. Und schon ist der kleine Schwarze fertig!

 

 

6. Cowboy-Kaffee: Für harte Kerle

Western-Kaffee, Rodeo-Kaffee oder Cowboy-Kaffee: Es gibt verschiedene Bezeichnungen für das heiße schwarze Getränk  am Lagerfeuer – und sie verdeutlichen die Ursprünglichkeit. Wenn Sie diese Zubereitungsart ausprobieren möchten, brauchen Sie dafür unbedingt eine sogenannte Cowboy-Kanne im Reisegepäck. Hierbei ist eine feuerfeste Kaffeekanne aus Emaille gemeint. An der Ausgießtülle im Inneren sollte möglichst ein Sieb in Form eines Lochblechs sein.

 

Zubereitung:

Die Kanne mit Wasser füllen (nicht komplett) und pro Tasse jeweils einen gehäuften Kaffeemaßlöffel Kaffeepulver dazugeben. Anschießend die Kanne an den Rand des Lagerfeuers stellen und das Wasser aufkochen lassen. Wenn der Kaffee kocht, gießen Sie eine Tasse kaltes Wasser hinzu. Dadurch sinkt das Kaffeepulver in der Kanne nach unten und der Kaffee in der Tasse bleibt weitestgehend frei von Pulver.

Das Ergebnis: Ein erstaunlich milder Geschmack.

 

 

Fazit: Guter Kaffee lässt sich überall zubereiten!

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