Moni Grasser | 29.04.2018

Moderne Barkultur: wenn Kaffee auf Cocktails trifft

white-russian

Kalter Kaffee macht schön – das Sprichwort kennt jeder. Im 18. Jahrhundert tranken die Damen der höheren Gesellschaft ihren Kaffee gerne kalt, heißer Kaffeedampf hätte ihnen die Schminke ruiniert. Heute ist kalter Kaffee zum Trend-Getränk geworden. Neben dem altbekannten Eiskaffee, den schon unsere Großmütter kannten, hat sich die Auswahl deutlich vergrößert. Es gibt sogar eine eigene Zubereitungsart für kalten Kaffee: sie wird Cold Brew oder Cold Drip genannt. Noch beliebter ist die Kombination aus Kaffee und Alkohol. Der Trend vereint zwei Dinge, die jeder mag: Kaffee und Cocktails. Trotzdem reagiert man skeptisch – Kaffee mit Wodka? Und das soll schmecken?

White Russian und Co. - die Klassiker!

Für die meisten Leute gilt: Kaffee am Morgen, Cocktail am Abend. Wer diese goldene Regel bricht, entdeckt schnell die vielfältigen Kombinationen von Kaffee und Alkohol.

White Russian und Espresso Martini

Die Idee, mit Kaffee Cocktails zu mixen, ist nichts Neues. Schon "the Dude" hat das gemacht - im Kult-Film "The Big Lebowski" von 1998. Er bereitet sein Lieblingsgetränk aus Wodka, Kaffeelikör und fettarmer Sahne zu: ein klassischer White Russian. Meistens nimmt man dafür 2 cl Wodka mit 2 cl Kaffeelikör, häufig Kahlúa. Obendrauf kommt angeschlagene Sahne. Nein, das ist keine Sahne mit Erkältung. So bezeichnet man steif geschlagene Sahne, die gerade noch flüssig ist. Am besten lässt man die Sahne langsam an einem Barlöffel auf das Wodka-Gemisch fließen, damit zwei Schichten entstehen.
Das Mischverhältnis kann man variieren. "The Dude" mixt zum Beispiel viel mehr Wodka in seinen White Russian. Wer den Cocktail als Dessertgetränk sieht, verwendet mehr Sahne, oder - kalorienärmer - normale Milch. Alternativ lässt man die Sahne komplett weg. Das nennt sich dann Black Russian.
Aus den 80er Jahren stammt der Espresso Martini, vielleicht einer der bekanntesten Kaffeecocktails. Das Mischverhältnis besteht aus 5 cl Wodka, 1 cl Kahlúa und 1 cl kaltem Espresso. Alles mit Eiswürfeln ab in den Cocktailmixer, und dann geschüttelt, nicht gerührt! Wer mag, kann noch Zuckersirup hinzugeben und das Ganze in einem Martiniglas mit Kaffeebohnen anrichten.

Irish Coffee

Eines der ältesten Kaffeecocktails ist Irish Coffee. Wer kennt ihn nicht? Die perfekte Ausrede, sich mittags schon mit Alkohol den Arbeitsalltag zu erleichtern! Das Rezept kommt aus den 1940er Jahren aus Westirland: Eine Tasse heißer, starker Kaffee, 100 Gramm angeschlagene Sahne und dazu 4 cl irischer Whiskey. Den Whiskey süßt man mit Zucker und erwärmt ihn, bevor man ihn in den Kaffee gibt. An besonders stressigen Tagen darf man auch mehr Whiskey nehmen, klar.

Mal was Besonderes 

Gin ist in. Der Trend macht auch vor den Kaffeecocktails nicht halt. Ein Gin and Coffee ist simpel, ohne Spielereien. Genau das Richtige für alle, die nicht angeben wollen. Man mixt einen kalten, guten Espresso mit 3 cl Gin und einer Prise Kardamom. Kräftig schütteln und mit 50 ml Kondensmilch auffüllen - fertig!
Auch der klassische Gin Tonic lässt sich mit Kaffee verfeinern. 30 cl Gin kommen mit Eiswürfeln ins Cocktailglas. Man füllt es mit Tonic Water und 10 ml Kaffee auf. Hier bietet sich ein Cold Brew Coffee an, weil der Geschmack schön harmoniert. Für einen sommerlichen Abend auf der Terrasse passt eine Scheibe Zitrone oder Limette perfekt. Das gibt Ihrem Cocktail noch einen besonderen, fruchtigen Kick. Dieser Gin Tonic Coffee ist nebenbei kalorienärmer als seine sahnigen Verwandten. Somit nicht schlecht für die Bikinifigur.

Kaffee mit Wein 

Kaffee mit Wein? Für viele ist da die Schmerzgrenze erreicht! Tatsächlich gibt es aber einige Kaffee-Wein-Kreationen, die man ausprobieren sollte. Wenn man Kaffee zu Eiswürfeln gefriert, 5 cl weißen Portwein und etwas Sirup (z. B Vanille) hinzufügt und mit Mineralwasser aufgießt, nennt sich das dann zum Beispiel Black King. Winterlicher schmeckt der Kosakenkaffee. Dafür erwärmt man 100 ml Rotwein und 2 cl Wodka mit ein bisschen Kandiszucker und Glühweingewürzen in einem Topf. Sobald die Mischung auf Trinktemperatur ist, kommen noch 100 ml Kaffee dazu. Aber aufpassen! Der Wein darf nicht kochen, damit der Alkohol nicht verdampft!

Alkoholfreie Kaffeecocktails

Es muss nicht immer alkoholisch sein. Besonders am Tag nach der großen Party sind wir alle froh, nichts Hochprozentiges trinken zu müssen. Die perfekte Lösung sind alkoholfreie Kaffeecocktails. Nicht so langweilig wie ein Virgin Margarita und macht nebenbei sogar wach. Die meisten Kaffeecocktails bereitet man mit Eiscreme zu, sie ähneln einem klassischen Eiskaffee. Eine etwas mehr Cocktail-hafte Variante basiert auf Fruchtsirup: 6 cl Espresso werden mit 2 cl Zitronensaft, 2 cl Sirup nach Wahl (z. B. Himbeersirup) und Eiswürfeln in einem Cocktailshaker gemixt. Frische Früchte und, wer mag, etwas frische Minze eignen sich als Dekoration.

Fazit: Wir lieben Kaffeecocktails! 

Kaffeecocktails vereinen das Beste aus ihren beiden Hauptbestandteilen: Der Alkohol macht betrunken, das Koffein hält wach. Man kann sie heiß und kalt trinken, in den meisten Bars bestellen oder zu Hause selber machen. Außerdem sind sie lecker und exotisch, eine perfekte Alternative für Standardgetränke wie Gin Tonic im Sommer und Glühwein im Winter. Was will man mehr?

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