Das 1x1 des Kaffeemahlens

Für guten Kaffee brauchen wir gute Bohnen. Aber was viele nicht wissen: Auch auf das Mahlen kommt es an. Die wichtigsten Fragen dazu auf einen Blick:

Warum eigentlich selber mahlen?

Weil frisch gemahlener Kaffee am meisten Aroma enthält. Der Grund: In jeder Bohne stecken Aroma- und Geschmacksstoffe, die erst das Mahlen freisetzt. Je nachdem ob Sie den Kaffee mit feinem oder mit eher grobem Pulver zubereiten, lösen sich unterschiedlich viele Aromastoffe. Studien haben ergeben, dass nach 15 Minuten etwa 60 Prozent des Aromas verloren gegangen ist. Am besten schnell sein!

Im Laden gibt es so viele unterschiedliche Modelle. Wo liegen die Unterschiede?

Die größten Unterschiede ergeben sich durch die verschiedenen Mahlwerke: In den meisten Haushalten findet man die sogenannten Schlagmühlen, die die Bohnen mit rotierenden Messern zerkleinern. Sie sind besonders preiswert, haben jedoch gewisse Schwachstellen: So verändert sich zum Beispiel das Mahlergebnis je nachdem welche Mengen an Bohnen Sie mahlen. Mühlen mit einem Kegel- oder Scheibenmahlwerk sind teurer, aber mahlen die Bohnen dafür wesentlich gleichmäßiger.

Wie finde ich die richtige Mühle für mich?

Überlegen Sie sich vor dem Kauf gut, was sie lieber bzw. öfter trinken. Wenn sie z. B. nur Filterkaffee trinken, können Sie etwas günstigere Varianten nehmen als für Espresso. Grund: Der Mahlgrad muss nicht so fein sein. Wichtig ist, dass der Mahlgrad einfach einzustellen ist und es im Idealfall einen Timer gibt. Der stellt den Motor nach einer gewissen Zeit automatisch ab. Der Mahlgrad sollte stufenlos einstellbar sein. Praktisch ist eine genaue Dosierfunktion. Es kann etwas dauern, bis Sie die perfekte Einstellung für Ihren Lieblingsespresso gefunden haben. Aber es lohnt sich. Versprochen!

Welche Zubereitung braucht welchen Mahlgrad?

Für viele Zubereitungsmethoden (z.B. mit Papier- oder Goldfilter) reicht mittelfein gemahlenes Pulver, um eine optimale Kontaktzeit mit dem Wasser zu erhalten. Gröber darf es bei der Pressstempelkanne sein, weil sie keinen richtigen Filter hat. Dadurch hat das Wasser besonders viel Zeit hat, das Pulver zu durchdringen. Espresso gilt als der Sensibelste unter den Kaffeesorten, deshalb benötigt er einen feinen, im Idealfall sehr genau auf die individuelle Sorte abgestimmten Mahlgrad. Noch feiner sollten die Bohnen nur für die Zubereitung in der türkischen Mokkakanne (Ibrik) sein. Das schaffen nur die wenigsten elektrischen Mühlen, deshalb besser zur Handmühle greifen.

Was spricht für Handmühlen?

Toll sehen Sie aus, die traditionellen Handmühlen, keine Frage! Außerdem wird die Kaffeezubereitung damit besonders sinnlich und meditativ. Allerdings: man braucht Geduld und – nicht zu verachten! – Kraft, um die Mühle zu bedienen. Sie lohnt sich deshalb vor allem bei kleinen Mengen und wenn kein Stromanschluss vorhanden ist. Heutzutage gibt es aber praktische Handmühlen, die eine echte Alternative zu den elektrischen Mühlen sind. Die Handhabung und der Kraftaufwand sind deutlich komfortabler als bei den traditionellen Handmühlen. Wir empfehlen für den kleineren Hausgebrauch die Hario Skerton Mühle. Alle Details finden Sie hier.

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